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Kommentar zu Virus in Nelson-Mandela Schule: Zu spät und nur halbherzig

Meinung : Zu spät und dann nur halbherzig

Das seit Monaten unter Hochdruck arbeitende Gesundheitsamt Trier hat mit seiner jüngsten Entscheidung, Lehrkräften und Schülern der Nelson Mandela Realschule plus Virustests anzubieten, das Mindeste dessen erfüllt, was die Betroffenen erwarten dürfen.

Nach der Infizierung einer Lehrerin so zu tun, als sei das Problem mit deren Quarantäne behoben, war weder nachvollziehbar noch haltbar. Offenbar wollte die Behörde die Messlatte für das Vorgehen mit Blick auf andere Schulen bewusst hoch legen, um in ähnlichen Fällen keine Ansprüche erwachsen zu lassen. Doch dieser Schuss ging – wie zu erwarten – gewaltig nach hinten los.

Stattdessen hat das Amt sowohl Zeit als auch Vertrauen verspielt. Die Verdachtsfälle wirken als Begründung für die Rolle rückwärts vorgeschoben. Zudem müsste sichergestellt werden, dass Lehrer- und Schülerschaft auch tatsächlich möglichst vollständig getestet werden – und nicht nach Lust und Laune des Einzelnen.

m.hormes@volksfreund.de