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Kommentar zum neuen ambulanten Angebot des Hospiz' Trier

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Seit der großen Spendenaktion Da-Sein sind 17 Jahre vergangen. 500 000 Euro hatten damals die Leserinnen und Leser des Trierischen Volksfreunds gespendet, um ein Hospizhaus für die Region Trier zu ermöglichen.

Das wurde mit der Eröffnung der umgebauten Villa in der Ostallee zur Wirklichkeit, die inzwischen für 1500 Menschen im letzten Abschnitt ihres Lebens zur Heimat geworden ist.

Nicht die Heilung um jeden Preis steht dort im Mittelpunkt. Die Philosophie in enger Zusammenarbeit mit den Palliativstationen der Kliniken lautet vielmehr „Sterben ist Leben bis zuletzt“. Schmerzfreiheit, Geborgenheit und das Gefühl von Sicherheit in den letzten Wochen und Tagen des Lebens sollen ein würdevolles Sterben möglich machen.

Etwa 3000 Menschen sterben in der Stadt Trier und im Kreis Trier-Saarburg in jedem Jahr. 300 von ihnen leiden im letzten Abschnitt ihres Lebens an den Folgen einer unheilbaren Krankheit. Doch nicht für alle sterbenden Menschen ist genug Platz im Hospizhaus. Und längst nicht alle Menschen wollen außerhalb ihrer vertrauten Wohnung sterben. So hat es – nach der segensreichen Gründung des ambulanten Pflege- und Beratungsdienstes – viel zu lange gedauert, bis auch die ambulante palliativ-medizinische Versorgung rund um die Uhr gewährleistet war. Die Schuld dafür liegt ebenso wenig beim Hospiz Trier wie der unlogische Zuschnitt des Zuständigkeitsbereichs.

Alles aus einer Hand. Darauf können die Menschen im Ruwertal und in Schweich derzeit nur hoffen, wenn in einigen Monaten noch einmal über die Zuschnitte verhandelt wird.

Foto: TV/klaus kimmling

r.neubert@volksfreund.de