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Kommentar zum Start des Pollerkonzepts für Trier

Kommentar : Ein echter Gewinn für die Innenstadt

Es klappt tatsächlich. Schon in dieser Woche fällt der Startschuss für die Realisierung des urbanen Sicherheitskonzepts. Mit 25 Sperren, die teilweise versenkt werden können, wird die um einige Bereiche erweiterte Fußgängerzone – besonders zu erwähnen ist hier die Neustraße – sicher vor Anschlägen mit Autos oder LKW.

Dank der massiven finanziellen Unterstützung des Landes wird aus dem Pollerkonzept, das vor allem die Reglementierung des Lieferverkehrs zum Ziel hatte, ein echtes Plus für die Sicherheit in der City.

Das ursprüngliche Ziel, den Lieferverkehr und auch unberechtigt einfahrende PKW nach den erlaubten Lieferzeiten aus der Fußgängerzone zu verbannen, wird auch mit Hochsicherheitspollern erreicht. Das bringt ein Plus für die Aufenthalts- und Lebensqualität. Es birgt zudem zwangsläufig die Chance, endlich neue Wege bei der Belieferung der Geschäfte in der Innenstadt zu beschreiten. Denn anders als jetzt, wird am Abend keine Zufahrt möglich sein. Konzepte für ein Logistik- und Ladekonzept wurden bereits vor 20 Jahren vorgestellt. Weil nun bald zwischen 11 und 6 Uhr gesperrt ist, muss – besser spät als nie – nach Alternativen gesucht werden. So könnten Umladepunkte für den Weitertransport mit Lastenfahrrädern eine Möglichkeit sein. Allerdings bräuchten diese dann eine Sondergenehmigung und die zwingend notwendige Verpflichtung, Fußgängern den Vorrang zu lassen.

r.neubert@volksfreund.de