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Kommentar zum Trierer Pollerkonzept: Immer gut für Überraschungen

Kommentar : Immer gut für Überraschungen

Die Poller an den Straßen und Gassen zur Fußgängerzone werden zwar keine rasenden Radfahrer aufhalten können. Dennoch sind die ausfahrbaren Sperren eine gute Sache für Trier. Derzeit gleicht die City zu allen möglichen Zeiten einem Refugium für Wildparker und LKW-Piloten.

Nach 11 Uhr haben Lieferfahrzeuge und PKW aber nichts mehr dort zu suchen. Die Passanten werden danken.

Für Anwohner und die mobil eingeschränkten Patienten der Arztpraxen sollten sich Lösungen finden. Moderne Chiptechnik lässt sich schließlich per Code, Anruf oder eine andere Form steuern. Wenn das geregelt ist, dürfte sich der Protest in Grenzen halten. Kritische Anmerkungen gibt es hingegen schon jetzt zu der langen Zeit von der Idee bis zur Umsetzung des Pollerkonzepts. Warum erst ein Versuchspoller? Und dann noch einmal zwei Jahre?

Bürokratie wirkt nun mal nicht als Beschleuniger. Für alle Verfahrensschritte, Beschlüsse, Ausschreibungen und Vergaben ist diese Zeitspanne sogar ambitioniert. Wie wichtig die Testanlage ist, zeigt der Blick auf die Tiefbauarbeiten. Rund um die Trierer City sind es in diesem Fall nicht die Römer, die Probleme machen. Es ist der Wust an Kabeln und Leitungen der Neuzeit, der hier als Überraschung unter der Straßenoberfläche lauert.

r.neubert@volksfreund.de