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Kommentar zur ausufernden Sitzung des Stadtrats trier

Kommentar zum Stadtrat Trier : Selbst schuld!

Ziemlich spät am Abend kamen manche Damen und Herren aus dem Trierer Stadtrat zu einer erstaunlichen Erkenntnis: . „Wir haben ja auch alle schon einen Arbeitstag hinter uns – und dann diese Mammutsitzung.“

Dem Stoßseufzer sei an dieser Stelle ein fröhliches „selbst schuld!“ entgegengehalten. Denn es war nicht die Stadtverwaltung, die den zeitlichen Rahmen sprengte, sondern es waren die Ratsfraktionen. Wer umfangreiche Anfragen an die Rathaus-Chefetage stellt und die Beantwortung  in öffentlicher Sitzung verlangt, darf  sich nicht wundern, wenn darüber viel Zeit draufgeht. Kleiner Tipp: In den meisten Fällen tun es auch schriftliche Antworten. Falls deren Inhalte nicht zusagen, kann man sich immer noch öffentlich echauffieren. Noch sinnvoller wäre es, den Themenblock Anfragen am Ende des öffentlichen Teils einer Stadtratssitzung abzuhandeln.

Verbesserungsbedürftig ist auch die Kommunikation der Fraktionen untereinander. Wenn man einen Gemeinschaftsantrag stellt, dann reicht es, mit einer Stimme zu sprechen, statt den gruppendynamischen Gau herbeizuführen und ein halbes Dutzend anderer Ratskollegen dazu zu animieren, ins selbe Horn zu stoßen. Oder ist etwa doch schon wieder Wahlkampfzeit?

r.morgen@volksfreund.de