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Kommentar zur Diskussion um Architektenwettbewerb für die Theatersanierung in Trier

Kommentar : Auf Ideen nicht verzichten

Der Zeitplan ist schon jetzt kaum mehr einzuhalten. Würde das marode Gebäude unter Denkmalschutz gestellt, wäre jede Hoffnung vergebens, in der Saison 2024/25 im sanierten Bau wieder spielen zu können.

Die Zeichen stehen gut, dass die oberste Denkmalpflegebehörde bei ihrer ablehnenden Entscheidung von 2015 bleibt. Wesentlich dafür dürften nicht nur die baulichen Veränderungen der ursprünglichen Planung für den Standort nahe der Kaiserthermen sein. Eine große Rolle spielt zudem die Vergangenheit des ehemaligen Nazi-Architekten Gerhard Graubner.

So rückt die Frage nach der Notwendigkeit eines Architektenwettbewerbs stärker in den Mittelpunkt der Diskussion. Muss die Stadtverwaltung sich der Empfehlung des Landesrechnungshofs beugen und darauf verzichten? Dem Projekt würde das nicht gut tun. Zwischen Kosten und Nutzen muss abgewogen werden. Städtebaulich ist die Theatersanierung zu wichtig, um auf neue Ideen zu verzichten.

r.neubert@volksfreund.de