Meinung : Wegducken ist keine Strategie

Was da im Trierer Schulträgerausschuss abgelaufen ist, war keine Diskussion. Denn dazu bedarf es unterschiedlicher Auffassungen. Niemand hat auch nur einen Funken Verständnis für den Plan geäußert, die Sanierung des Schulgebäudes auf dem Wolfsberg zu verschieben.

Wohl auch deshalb, weil in den vergangenen Jahren beim Thema IGS-Sanierung viel falsch gelaufen ist. In die Reihe von Pleiten, Pech und Pannen reiht sich die Kommunikationsstrategie von Bürgermeisterin Elvira Garbes. Es reicht eben nicht, sich aus einer Diskussion rauszuhalten und anschließend zu sagen, dass man ja immer schon die Mehrheitsmeinung vertreten hat. Das ist kein Beitrag zur konstruktiven Meinungsbildung, sondern ein Wegducken bei einem schwierigen Thema. Am Ende hat dieses Lavieren vor allem dafür gesorgt, dass eine Schulgemeinschaft verunsichert wird. Und dafür, dass es noch länger dauert, ehe die Stadt ihr Versprechen einlöst und ihren Job endlich macht: einer Schule Räume zur Verfügung stellt, in der Unterricht wie versprochen möglich ist. h.jansen@volksfreund.de