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Kommentar zur Planung Walzwerk Kürenz

Kommentar : Mehr Ruhe, aber leider nur im Quartier

Kürenz wird wachsen. Statt der bislang 3400 werden in einigen Jahren 4300 Menschen im Altort leben. Inklusive den neueren Quartieren auf der Höhe wird der Stadtteil Kürenz bald die Innenstadt überholen und beim Blick auf die Einwohnerzahl nur noch von Trier-Nord übertroffen.

Das Walzwerkgelände ist ein Juwel und bietet attraktives Wohnen nur einen Steinwurf vom Stadtzentrum entfernt. Je näher, um so mehr muss bei der Planung darauf geachtet werden, intelligente und zukunftsfähige Verkehrskonzepte für das Quartier zu entwickeln. Was im Burgunderviertel geschieht, sollte auf dem Walzwerk-Gelände fortgeschrieben werden: Unflexible Vorgaben für PKW-Stellflächen gehören in die Mottenkiste überalterter Stadtplanung.

Weniger Autofahrten, mehr Wege mit dem Rad, ÖPNV oder zu Fuß sind das erklärte Ziel für eine Stadt, die den Klimanotstand ausgerufen hat. Dementsprechend sollten Verwaltung und Rat handeln. Vorgaben für weniger Autos im Quartier werden zwar nicht jedem Investor gefallen. Eine Vermarktung von Wohnungen in attraktiver Lage würde das aber nicht verhindern.

Der Triwo ist mit dem Erwerb des Grundstücks an der Bahnstrecke ein Coup gelungen. Der bessere Lärmschutz durch den dort nun möglichen Gebäuderiegel aus Parkhaus, Turnhalle und Gewerbegebäude bringt deutlich mehr Ruhe in das Quartier. Die Diskussion über den zusätzlichen Verkehr könnte allerdings laut werden.

r.neubert@volksfreund.de