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Kommentar zur Sanierung der Egbert-Schule in Trier

Kommentar : Wenn Glaubwürdigkeit mehr zählt als Pragmatik

Ende mit Schrecken, oder Schrecken ohne Ende? Je nach Betrachtung kann für die Diskussion um die Egbert-Grundschule beides gelten. Denn nun ist die Sanierung tatsächlich beschlossene Sache, sieben Jahre nach den ersten Kostenschätzungen, die sich seitdem fast vervierfacht haben.

Fünf Millionen Euro für eine Schule, die nach der Instandsetzung immer noch zu klein wird, über keine Sporthalle verfügen wird und auch kaum für ein Ganztagsangebot geeignet sein wird. Das ist tatsächlich zu viel Geld für eine finanziell gebeutelte Stadt wie Trier, auch wenn die 3,2 Millionen Euro abgezogen werden, die das Land beisteuert.

Doch für Grüne und CDU hat ihre politische Glaubwürdigkeit ein größeres Gewicht. Die wäre bei einer Entscheidung gegen Egbert zumindest im einflussreichen Gartenfeld-Quartier verloren gegangen. Wäre der knapp gescheiterte Antrag von SPD, FDP und UBT durchgekommen, hätte das – auch als erneuter Prüfungsauftrag für eine Innenstadtschule – definitiv das Ende für Egbert bedeutet.

r.neubert@volksfreund.de