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Kommentar zur Stadtentwicklung in Trier-West

Kommentar : Gesucht: Rezepte gegen den Frust

Wie sehr sich Trier-West verändern wird, ist seit Jahren immer wieder ein Thema. Doch die sichtbaren Zeichen dafür registrierten die Bewohner dort nur sporadisch.

Das wird sich nun ändern. An vielen Stellen des von ehemaligen Kasernen und dem Bahnausbesserungswerk dominierten Stadtteils geht es voran. Die Baustellen Luxemburger Straße und Kreisel Im Speyer waren dafür die bei Autofahrern wenig beliebten Vorzeichen. Im Gneisenaubering sind die Menschen frustriert, weil sie jahrelang auf die versprochenen Veränderungen im Quartier warten mussten. Mit dem Umzug der Kita und der Neuordnung des Innenbereichs soll es nun, Jahre später als versprochen, endlich losgehen. 

Wesentlich mehr Aufmerksamkeit in Stadt und Land wird allerdings die Baustelle für den neuen Kreisverkehr an der Römerbrücke bekommen. Die Hiobsbotschaft, dass auch die von dort abzweigende Brücke über die Bahngleise erneuert werden muss, entspannt nicht die Prognose, dass hier ab den Sommerferien zwei Jahre lang Verkehrsprobleme zum Alltag werden. Vermeiden ließe sich das nur mit weniger Autofahrern. Gegen den Frust hilft vielleicht der Gedanke an das Jahr 2030. Dann sind auch die Jägerkaserne und das Gelände am Ausbesserungswerk bebaut. Die Bahn fährt auf der Weststrecke und Trier-West hat sich zum begehrten Vorzeigestadtteil mit bezahlbarem Wohnraum gemausert. Ein Vorstellung ... fast zu schön um wahr zu werden.

r.neubert@volksfreund.de