Kommentar : Hier sind die Straßenplaner nicht so großzügig

In Ländern wie Frankreich oder den Niederlanden gäbe es keine Diskussionen darüber, ob viel befahrene Kreuzungen wie die in Osburg-Neuhaus in einen Kreisverkehr umgewandelt werden sollen. Dort würde es ihn unter den gegebenen Umständen längst geben.

Bei uns sind die Straßenplaner anders gestrickt. Kreisel werden meist nur an Unfallschwerpunkten gebaut. Ansonsten gilt: Das Auto muss rollen, zumindest auf Bundes- oder Landesstraßen soll der Verkehrsfluss möglichst nicht unterbrochen werden.
Natürlich ist der Bau von Kreisverkehren auch eine Geldfrage. Das Land investiert bereits in zwei Kreisel im Kreis, nämlich bei Büdlicherbrück und bei Ralingen. Dennoch: Das hohe Verkehrsaufkommen bei Osburg-Neuhaus und die Tatsache, dass in Kreuzungsnähe Bushaltestellen, ein Gewerbegebiet und ein Mitfahrerparkplatz sind, rechtfertigen einen Kreisverkehr. Dass es dort noch keinen schweren Unfall gegeben hat, kann auch ein glücklicher Zufall sein.
a.follmann@volksfreund.de