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Komplettabsage statt Ratschläge

Meinung : Komplettabsage statt Ratschläge

Die Absage der Martinsumzüge ist nachvollziehbar. Zu groß ist die Gefahr, dass es dabei massenhaft zu Neuinfektionen kommt. Darüber muss man nicht diskutieren. Worüber man sehr wohl sprechen kann ist die Frage, warum die Verantwortlichen in den Dörfern und Stadtteilen ein Stück weit allein gelassen werden mit der Entscheidung, ob es einen Umzug gibt oder nicht.

Man spürt regelrecht, wie schwer sich die Organistoren mit der Absage tun. Denn niemand möchte den Kindern die Freude nehmen. Zumal Kinder und Jugendliche zu den großen Verlierer des Lockdowns gehören, da deren außerhäusliche Bildung und Erziehung größenteils über Wochen hinweg brachgelegen hat. Mit gut gemeinten Ratschlägen, die Züge ausfallen zu lassen ist es nicht getan. Da wäre es besser, wenn Stadt- und Kreisverwaltung einen Weg gesucht und gefunden hätten, eine Komplettabsage zu verkünden. Damit wäre allen geholfen gewesen. h.jansen@volksfreund.de