Kompromiss bei Zummet-Straße

Kompromiss bei Zummet-Straße

Nach Protesten aus der Winzerschaft hat der Landesbetrieb Mobilität (LBM) die Inanspruchnahme von Rebflächen für den Ausbau der L 48 nach Zummet deutlich reduziert. Statt einem Streifen von drei Metern soll auf einem Großteil der Strecke nur ein Meter abgezweigt werden.

Leiwen. Im Jahr 2014 soll endlich der schon seit Jahren geplante Ausbau der L 48 kommen. Die Straße verbindet Leiwen mit dem Höhenortsteil Zummet und führt weiter in Richtung Trittenheim/Neumagen-Dhron. Kürzlich informierte der für den Ausbau zuständige Landesbetrieb Mobilität die Anlieger in einer Versammlung über den Ausbau und den erforderlichen Grunderwerb.
Streifen noch ein Meter breit


Nach Rücksprache mit dem Bauern- und Winzerverband sei die Inanspruchnahme von privaten Parzellen deutlich reduziert worden, teilt der LBM mit. Ursprünglich sei für baubedingte Eingriffe ein Streifen von drei Metern Breite vorgesehen gewesen. Dieser Streifen betrage aktuell größtenteils nur noch einen Meter.
Die Entschädigung für den Grund und Boden erfolge nach den vom Gutachterausschuss ermittelten Bodenrichtwerten, sagen die Straßenplaner. Der Bodenrichtwert sei unterteilt in einen ortsnahen Bereich mit einer Entschädigung von 2,50 Euro pro Quadratmeter und einen weiteren Abschnitt mit 1,50 Euro pro Quadratmeter. Die Karte des Bodenrichtwertes ist im Internet unter www.geoportal.rlp.de/portal/karten für jedermann einsehbar. Die Rebstöcke und Abspannanlagen sollen von einem externen Gutachter für jede Weinbergparzelle bewertet werden. Vor Ort sind die benötigten Parzellen außerdem mit roten Pfählen gekennzeichnet. Der LBM hat in der Anliegerversammlung den betroffenen Anliegern auch die Vorteile des Ausbaus erläutert (Wegfall des bergseitigen Straßenseitengrabens und flaches Angleichen der angrenzenden Weinbergsflächen). Die L 48 wird sechs Meter breit ausgebaut, punktuell wird auf 5,50 Meter reduziert. Eine Abweichung von der Regelbreite käme wenn überhaupt nur im Ortseingangsbereich in Frage, so die Straßenplaner. Haltebuchten für die Moselbahn-Busse sind keine geplant. Angesichts der geringen Verkehrsbelastung seien keine Haltebuchten erforderlich. Im Zuge des Ausbaus soll aber linker Hand in Fahrtrichtung Leiwen ein neuer Bussteig angelegt werden. Die Maße: 15 Meter lang, 1,50 Meter breit und zwölf Zentimeter hoch. Im Überlappungsbereich der Gehwege soll der Bord barrierefrei gestaltet und beidseitig auf zwei Zentimeter abgesenkt werden.

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