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Konzert Tufa Ivan Ivanovich & The Kreml Krauts

Musik : Lautstarker Abschied von Ivan und den Kreml Krauts

Die Trierer Band löst sich auf. Zum letzten Open-Air-Konzert gastieren Musiker und Sänger in der Trierer Tufa.

In der Tufa ging die Post ab. Das auch altersmäßig bunt gemischte Publikum legte ohne lange zu fackeln los, als die ersten Töne von „Ivan Ivanovich & The Kreml Krauts“ erklangen. Und dazu die markige Stimme von Bandleader Ivan Ivanovich. Polka, Punk und eine gehörige Mischung Ska waren in den zwei Stunden des pausenlosen Auftritts angesagt. Nicht unterschlagen werden darf der russische Folklore-Einschlag, mit dem die Trierer Formation ihr Publikum verzückte und so manche(n) in Tanz-Extase versetzte.  Es handelte sich um eine Vorstellung im Rahmen des Tufa-Etho-Music-Festivals Creole Summer.

Besucher Reimund Schneider war begeistert: „Die Band bietet ehrliche, authentische Musik.“ In der Tat: Akkordeon, Horn, Saxophon, Zugposaune, Schlagzeug, Gitarre – okay, auch eine elektrische, belegten, dass nicht mit dem Computer „geschummelt“ oder etwa beigemischt wurde: eine Vorstellung, durchaus reaktionär, mit viel Leidenschaft im musikalischen Tun.

Bereits vor Konzertbeginn wurde  getanzt an der Bühne, natürlich auch in der Folge. Und mitgesungen wurde, was das Zeug hielt.  Ausgefallenes zog an diesem Abend beim Publikum als krasses Gegenstück zu Normalem aus Rock und Pop. „Kalinka, kalinka, kalinka maya“ – kurz vor Konzertschluss war dies der Mitsing-Renner bei den 300 Besuchern. Schon vor Monaten hatte die Band angekündigt, dass es sie bald nicht mehr geben werde. Zum Leidwesen ihrer Fans. Ergo war es das Open-Air-Abschiedskonzert in der Tufa. Auflösungsgrund: Einzelne Bandmitglieder zieht es weit weg von Trier. Passend überschrieb die Band ihre Abschiedstour mit  „Leb wohl!”.