Vereine: Konzertkracher zum 60. Geburtstag

Vereine : Konzertkracher zum 60. Geburtstag

Mehr als 50 Tarforster Musiker überzeugen mit Spielfreude und kreativen Ideen vor ausverkauftem Haus.

Seit Wochen schon war der festlich dekorierte Konzertsaal der Grundschule Tarforst ausverkauft, als am Samstag pünktlich um 19.30 Uhr die über 50 Musiker des Musikvereins Tarforst die Bühne betraten. Franz Josef Schmitt, seit 44 Jahren musikalischer Leiter des Orchesters, hatte für das Jubiläumskonzert zum 60-jährigen Bestehen des Vereins mit seinen Musikern ein besonders abwechslungsreiches und anspruchsvolles Programm einstudiert. In professioneller Manier führte Matthias Brittner die Zuhörer durch das an Höhepunkten reiche Programm.

Mit sinfonischer Blasmusik eröffnete der Jubelverein den Konzertabend. Das Orchester erwies sich dabei als homogener Klangkörper, der, unterstützt vom großen Schlagzeugregister, durch eine präzise und spannungsvolle Dynamik überzeugte. Beim Jahrhunderthit „Sound of Silence“ überzeugte der Gitarrensolist Rainer Wollman auf seinem Instrument, dessen Klänge sich harmonisch mit dem Blasorchester mischten. Es folgten Hits von Frank Sinatra und Evergreens aus den 80er Jahren. Hier zeigte sich die Vielfalt eines Blasorchesters, das gekonnt den Big Band Sound vermittelte.

Die begeisterten Zuhörer beklatschten immer wieder spontan die Lieder. Schnell stellte sich heraus, dass die Musiker deren musikalischen Geschmack getroffen hatten.

Ein besonderes Solo brachten Michael Fritzenwanker und Isabelle Thiehlen mit Posaune und Xylophon zu Gehör. Beide glänzten durch eine virtuose Spielweise auf ihren Instrumenten. Ein großer Applaus begleitete das Orchester in die Pause. Der zweite Teil des Programms wurde vom vereinseigenen Jugendorchester unter Leitung von Sebastian Pesch eröffnet. Große Anerkennung verdienten sich die jungen Musiker für ihre musikalische Leistung.

Der besondere Höhepunkt im Konzertprogramm sollte folgen. Ein Musikstück mit 18 Hits aus den vergangenen Konzertprogrammen ließ die musikalische Geschichte und Entwicklung des Vereins musikalisch aufleben. Anette Brittner hatte in unzähligen Stunden Arbeit dieses Medley arrangiert, gespickt war es mit außergewöhnlichen Solopassagen und Ohrwürmern. Purple Rain, die Ballade von Prince, erzeugte Gänsehautgefühle bei Musikern und Zuhörern. Beifallsstürme des Publikums belohnten sie und die Musiker.

Matthias Willems trug die Solopassagen mit viel musikalischem Gefühl vor, Rainer Wollman glänzte mit dem Originalsolo und das Blasorchester mit einer homogenen Spielweise. Das letzte Musikstück, ein Potpourri der Kultband Querbeat, setzte auch optische Akzente. Immer wieder sprang die Spielfreude der Musiker auf das Publikum über.

Michael Fritzenwanker dankte seinem Vorstandsteam und den Musikern für die engagierte Leistung. Sein besonderer Dank galt dem Dirigenten Franz Josef Schmitt, der schon seit vielen Jahrzehnten die musikalische Richtung vorgibt, das Programm einstudiert und den Geschmack der Musikern und des Publikums dabei in besonderer Weise trifft. Das begeisterte Publikum ließ die Musiker nicht ohne zwei Zugaben von der Bühne.

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