Kooperation statt Konkurrenz

Bei einer gemeinsamen Sitzung haben die Kuratoriums-Mitglieder und die Präsidenten der beiden Trierer Hochschulen auf ihre erfolgreiche Zusamenarbeit zurückgeblickt. Derzeit stehen Projekte zu "E-Learning" sowie Verkehrstechnik und Verkehrssicherheit im Mittelpunkt der Kooperation.

Trier. (red) Rund 15 Kooperationen haben die Universität und die Fachhochschule Trier gemeinsam durchgeführt. Nun hatte Josef Peter Mertes, Vorsitzender des Kuratoriums der Universität, Präsidenten und Kuratoriumsmitglieder beider Hochschulen zu einer gemeinsamen Sitzung geladen. Von der FH nahm der stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende Thomas Stiren teil.

Drei Projekte wurden im Verlauf der Sitzung präsentiert: ein "E-Learning"-Projekt für beide Hochschulen, ein Projekt zur Verkehrstechnik und Verkehrssicherheit sowie die Promotion für FH-Absolventen, die an der Universität Trier oder an anderen Universitäten möglich ist. Im Bereich "E-Learning" arbeiten die Universität und Fachhochschule seit 2007 zusammen. Die Koordinatoren Monika Leuenhagen (Uni) und Marcus Haberkorn (FH) erklärten die "E-Learning"-Strukturen und gaben einen Ausblick auf den weiteren Verlauf des gemeinsamen Projekts, das eng mit dem Landesmodell "Virtueller Campus" zusammenarbeitet. Es handele sich um ein eigenständiges Trierer "E-Learning-Modell", das beide Hochschulen gemeinsam initiiert haben, erklärte FH-Präsident Jörg Wallmeier. Man wolle sich darum bemühen, Sponsoren für das Projekt zu gewinnen, so Uni-Präsident Peter Schwenkmezger.

FH- und Unipersonal arbeiten Hand in Hand



Das Kooperations-Projekt "Verkehrstechnik und Verkehrssicherheit" war zunächst als technisches Projekt entwickelt worden, wurde nun aber mit psychologischen Wahrnehmungs-Experimenten erweitert. Der Fachbereich Psychologie der Universität arbeitet hier mit Ingenieuren und Informatikern der Fachhochschule zusammen. Dabei geht es um den besseren Seitenspiegel für PKW, um Sicherheitsgurte in Reisebussen sowie um Navigationsgeräte und Verkehrssicherheit, so der Trierer Psychologe Karl F. Wender.

Darüber hinaus können Absolventen der Fachhochschule, die ein besonders gutes Examen gemacht haben, an der Universität Trier oder an einer anderen Universität promovieren. Der Leiter des Graduiertenzentrums an der Universität Trier, Frank Meyer, informierte über die Voraussetzungen dazu. Neben einem guten Abschluss sei die Zulassung zur Promotion auch möglich über die Zusage eines Professors die Doktorarbeit zu betreuen. Meyer stellte zudem das Graduiertenzentrum an der Universität Trier vor, das für Beratung und promotionsbegleitende Weiterbildungsangebote zuständig sei. Derzeit nutzen 270 Promovierende die Angebote.

Die Zusammenarbeit von Universität Trier und Fachhochschule Trier besteht bereits seit einigen Jahren. Ein Rückblick belegte, dass beide Hochschulen nicht miteinander konkurrieren, sondern sich mit ihren Fächerkombinationen und Studienmöglichkeiten ergänzen.

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