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Korlingen aus der Sicht der Fotografischen Gesellschaft Trier zeigt eine Ausstellung in der Kulturkapelle noch bis zum 15. September  

Kunst : Besondere Blicke in, auf und um Korlingen

Die Fotografische Gesellschaft Trier zeigt in der Kulturkapelle eine Ausstellung zum Ort und seiner Landschaft. Ein halbes Jahr lang haben Fotokünstler stimmungsvolle Motive abgelichtet. Auch wenn der Winter es ihnen nicht leicht gemacht hat.

Viel hat nicht gefehlt und Corona hätte dem Förderverein der Pfarrei Gutweiler (Gemeinden Gutweiler, Korlingen, Sommerau) doch noch einen Strich durch die Rechnung gemacht bei einem ambitionierten Vorhaben: Die Präsentation von sehenswerter Fotokunst im Großformat mit Motiven aus Korlingen und der Landschaft um den Ort herum.

Dorf-Lust pur ist so entstanden. Hinter der Kamera standen Fotokünstler von „PhotoCreativ“, ein Arbeitskreis in der Fotografischen Gesellschaft Trier mit Michael Scholer, Eva Sonne-Krings, Richard Krings, Rita Grotowski (Vorsitzende), Hugo Ostler sowie Georg Kohr. Die trotzten auch Wind und Wetter und waren von Herbst vergangenen Jahres bis zu diesem Frühjahr in dem 800-Einwohner-Dorf unterwegs auf der Suche nach stimmungsvollen (Ein-)Blicken im, in und auf den Ort.

Menschen standen nicht im Fokus, sondern diesmal waren klassische Bildmotive von alten (Bauern-)Häusern, Wegen, Straßenzügen und der Landschaft gefragt.

Kleiner Wermutstropfen: Weil der Winter „nicht mehr das ist, was er mal war“ (Richard Krings bei der Eröffnung) fand gezwungenermaßen die üppig schneebedeckte Landschaft so gut wie nicht statt bei der Motivsuche, genauso wie das weit über Korlingen hinaus bekannte jährliche Drachenfest auf gleichnamiger, luftiger Höhe.

Dennoch entstanden annähernd 200 Fotowerke, die coronabedingt allerdings auf 32 Exponate für die Schau zusammengestrichen werden mussten.

Aber auch so kann sich der Betrachter einen umfassenden Eindruck verschaffen von einem reizvollen Dorf und einer faszinierenden Landschaft, eingefangen bei ganz unterschiedlichen äußeren Bedingungen. Bei dem Projekt stand mehr die „konventionelle Fotografie“ im Mittelpunkt und weniger der experimentelle Umgang mit der Kamera, doch auch Letzteres ist gelungen.

Förderverein-Vorsitzender Martin Marx und Ortsbürgermeister Damian Marx dankten den Fotografen für ihr großartiges Engagement. Und auch dafür, dass in dem neuen Korlinger Heimatbuch einige Fotoaufnahmen erscheinen werden, ganz ohne dass die Fotografen ein Honorar für ihre Arbeiten verlangen.

Die Ausstellung (mit begrenztem Einlass und Maskenpflicht) in der Kulturkapelle (Ortsmitte) ist noch zu sehen bis Dienstag, 15. September, täglich von 17 Uhr bis 19 Uhr.