Krawalle nach Regionalligaspiel: Staatsanwaltschaft Trier eröffnet zahlreiche Ermittlungsverfahren
Trier · Nachdem Fußballfans rund um die Regionalligabegegnung des SV Eintracht Trier gegen den 1. FC Saarbrücken am vergangenen Freitagnachmittag, 3. Oktober, in der Trierer Innenstadt randaliert haben, hat die Polizei jetzt zahlreiche Strafverfahren eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an.
Der Tag der Deutschen Einheit war ein stressiger Tag für die Polizei in Trier. Der Grund war das Regionalliga-Derby zwischen Eintracht Trier und dem 1. FC Saarbrücken: Rund um das Spiel kam es zu zahlreichen Schlägereien und zum Einsatz von Pyrotechnik.
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Im Zusammenhang mit den Vorfällen vor und während des Fußballspiels hat die Polizei nun mehrere Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet. Drei Personen, darunter ein Anhänger des 1. FC Saarbrücken, wurden vorübergehend in den Polizeigewahrsam eingeliefert. Bei zahlreichen anderen Personen beider Fangruppen wurden die Personalien festgestellt.
Gegen 18.30 Uhr kam es dann zu handgreiflichen Auseinandersetzungen an einer Gaststätte in der Trierer Innenstadt. Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei griffen mehrere Dutzend Anhänger des SV Eintracht Trier Gäste an, die sich in der Außengastronomie der Gaststätte niedergelassen hatten. Dabei handelt es sich unter anderem um Anhänger des 1. FC Saarbrücken. Die Angreifer warfen mit Tischen, Stühlen und einer Mülltonne. Hierbei wurden mehrere Menschen verletzt, darunter ein skandinavischer Tourist, der sich zu Besuch in Trier aufhielt. Am Mobiliar und der Ausstattung der Gaststätte entstand ein Schaden von mehreren Tausend Euro.
Im Zusammenhang mit diesen Auseinandersetzungen hat die Polizei elf Anhänger des SV Eintracht Trier im Alter zwischen 18 und 28 Jahren vorläufig festgenommen. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts des besonders schweren Falls des Landfriedensbruchs. Da bei einigen der Festgenommenen illegale Betäubungsmittel gefunden wurden, sind entsprechende Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet worden.
Während des Polizeieinsatzes in der Simeonstraße haben etliche Passanten die Geschehnisse beobachtet oder mit Handys gefilmt. Diese Personen werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Trier, Telefon 0651/9779-3200, in Verbindung zu setzen.