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Kreative Köpfe in alten Mauern

Kreative Köpfe in alten Mauern

TRIER. (red) Endlich ist es soweit: Die Studiengänge Kommunikationsdesign und Innenarchitektur der FH Trier kehren zurück in ihr angestammtes Gebäude am Paulusplatz.

Am Freitag, 6. Juni, findet die feierliche Schlüsselübergabe in den renovierten Räumlichkeiten statt. Anschließend präsentieren Studierende ihre Arbeiten und Ideen. FH-Präsidentin Adelheid Ehmke wird an diesem Tag unter anderem Staatssekretär Roland Härtel vom Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, Baudezernent Peter Dietze sowie Konrad Müller als leitenden Baudirektor begrüßen. Da das Jugendstilgebäude am Paulusplatz eines der in Deutschland selten gewordenen Gebäude des Typus der Werkkunstschulen ist, wird die stellvertretende Amtsleiterin des Städtischen Museums Simeonstift, Bärbel Schulte, eine Festrede halten. Im Anschluss an die Eröffnungsfeier präsentieren der Fachbereich Innenarchitektur und der Studiengang Kommunikationsdesign in ihren Räumen Semester- und Diplomarbeiten. Auch die Ausstellung "FH-Stuhl" von Studierenden des dritten und vierten Semesters wird erneut zu sehen sein: Die Modelle von Stühlen für den eigenen Bedarf am Paulusplatz sind als Vordiplommöbel entstanden, da das Geld für die Anschaffung von Stühlen fehlt. Ein weiterer Höhepunkt wird die Ausstellung "Vor bilder - eine Sammlung mit Stichen und Büchern aus der Bibliothek der ehemaligen Werkkunstschule" sein. Die rund 180 geladenen Gäste werden am Nachmittag außerdem die Möglichkeit haben, die derzeitige Ausstellung "Zur Formveredelung und Geschmackserziehung" im Museum Simeonstift zu besuchen, um sich über die Bau- und Institutionsgeschichte der Werkkunstschule Trier zu informieren. Am Abend werden Studierende der Innenarchitektur das Theaterstück "o tempora, o mores" aufführen - die Neubearbeitung eines Festspiels. Das Original "Weg und Ziel" von Johanna Baltz entstand 1909 anlässlich des damaligen 25-jährigen Jubiläums des Kunst- und Gewerbevereins zu Trier. Es ist eine Betrachtung des Umgangs mit der Baugeschichte und den tradierten Vorstellungen des Handwerks, die auch heute - fast 100 Jahre später - nichts an Aktualität verloren hat. Die Vorstellung beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Weitere Aufführungen sind für den 11. und 12. Juni, 21 Uhr, geplant. Nähere Informationen zum Stück und zum Ensemble sind im Internet unter: www.widersprich-nicht-dem-zwerg.de zu finden.