Kreis-Partnerschaft mit vielen Facetten

Eine Delegation aus dem polnischen Partnerkreis Puck hält sich zu einem viertägigen Besuch im Kreis auf. Schwerpunkte des Besuchsprogramms sind Feuerwehren sowie Pflege- und Jugendhilfeeinrichtungen.

 Die polnische Delegation aus dem Partnerkreis Puck auf der Treppe des Kreishauses. Vorne rechts die Landräte Günther Schartz und Wojciech Dettlaff. TV-Foto: Albert Follmann

Die polnische Delegation aus dem Partnerkreis Puck auf der Treppe des Kreishauses. Vorne rechts die Landräte Günther Schartz und Wojciech Dettlaff. TV-Foto: Albert Follmann

Trier. (alf) Das Besuchsprogramm in den vier Tagen ist so vielfältig, dass Landrat Wojciech Dettlaff aus dem polnischen Partnerkreis Puck sich schon teilen müsste, um alles zu sehen. Während er am Donnerstagmittag das Trierer Hospiz besuchte, sah sich eine andere Gruppe bei der Berufsfeuerwehrwehr Trier und der Leitstelle um. Am späten Mittwochabend war die Delegation auf dem Hahn gelandet - die 25-köpfige Gruppe setzt sich unter anderem zusammen aus der Führung der Kreisfeuerwehr Puck, aus Mitarbeitern von Pflegeeinrichtungen, einem Hospiz und der Verwaltung. "Die Zusammenarbeit mit dem Kreis Trier-Saarburg funktioniert auf vielen Gebieten, wir sind dankbar für die große Unterstützung", sagt Landrat Dettlaff. Persönlich dankt er noch Landrat Günther Schartz für die Anteilnahme nach dem Tod des polnischen Präsidenten Lech Kaczynski, der im April bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam.

Die zehn Jahre währende Partnerschaft der Kreise Puck und Trier-Saarburg hat mittlerweile viele Facetten. So gibt es etwa einen regen Erfahrungsaustausch bei den Kreiskrankenhäusern, die Lebenshilfe Konz pflegt gute Kontakte nach Polen, ebenso Feuerwehren, Vereine und Jugendgruppen. Auch auf dem Feld der Jugendhilfe tut sich einiges: Unter anderem sind vier Jugendliche aus dem Kreis in eine Einrichtung für schwer erziehbare Jugendliche im Süden Pucks vermittelt worden.

"Unsere Partnerschaft geht weit über die Folklore hinaus", sagt Landrat Günther Schartz, "wir tauschen uns auf vielen Feldern aus und unterstützen uns gegenseitig."

Bevor die polnischen Gäste am Sonntagabend abreisen, stehen unter anderem noch Besuche in Luxemburg, Mehring, Nittel, Saarburg und Hermeskeil auf dem Programm. Dabei steht nicht nur die Sacharbeit im Vordergrund, auch die Geselligkeit kommt nicht zu kurz. In Mehring trifft man sich zu einem Grillnachmittag und in Nittel zu einem Weinstuben-Abend.

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