Kreis Trier-Saarburg investiert in Schulstandorte Waldrach Schweich Kell Konz

Bildung : Die etwas andere Form des Schulgelds: In diese Standorte investiert der Kreis Trier-Saarburg

Der Landkreis Trier-Saarburg verbaut an vier Standorten in den kommenden Jahren mehr als 80 Millionen Euro.

Wo geht eigentlich all das ganze Geld hin, dass der Landkreis über Umlagen und durch Zuweisungen des Landes und Bundes einnimmt? Diese Frage stellen sich nicht nur Kreistagsmitglieder, die derzeit in Ausschüssen über dem Haushalt 2019 brüten. Besonders in den vergangenen Jahren werden im Zusammenhang mit den Ausgaben des Landkreises immer wieder die Zuschüsse für das Krankenhaus Saarburg genannt. Doch wie Landrat Günther Schartz beim Thema Krankenhaus immer wieder anmerkt, werden für den Bau von Kindertagesstätten und Schulen viel höhere Summern investiert. Allein für vier Schulen im Kreisgebiet sollen mehr als 80 Millionen Euro ausgegeben werden.

Realschule plus Kell Nachdem der Standort Zerf aufgegeben worden ist, will der Landkreis den Standort der Realschule Kell umgestalten. Rund 12,6 Millionen Euro sollen bis 2024 investiert werden. Knapp 1,4 Millionen Euro davon stehen im Haushalt für 2019 bereit. Laut Verwaltung soll das Projekt in mehreren Bauabschnitten verwirklicht werden. Und das hat seinen Grund. Die Zahl der Schüler ist relativ gering.

Normalerweise müssen Realschulen plus jeweils drei Klassen in den Jahrgangsstufen 5 bis 9 haben. In ländlichen Regionen können es vorübergehend je zwei Klassen pro Jahrgang sein. Wie viele Schüler derzeit die einzelnen Klassenstufen in Kell besuchen, will die Kreisverwaltung Trier-Saarburg trotz Anfrage nicht mitteilen. Laut Unterlagen für den Schulträgerausschuss besuchten Mitte September 169 Kinder und Jugendliche die Schule. Somit ist eines der beiden Kriterien erfüllt, die ein Ende des Schulstandorts bedeuten. Denn laut Bildungsministerium wird eine Schule aufgehoben, wenn sie zum Stichtag weniger als 181 Schüler hat und es weniger als 26 Schüler in der Klassenstufe 5 gibt. Im August starteten 34 Jungen und Mädchen ihre Schullaufbahn an der Realschule plus.

Ruwertalschule Waldrach Rund 14,5 Millionen Euro soll der Neubau  von Realschule plus und Grundschule in Waldrach kosten. Ursprünglich sollte nur generalsaniert werden, nun wird teilweise abgerissen und neu gebaut. An den Kosten beteiligt sich die VG Ruwer als Trägerin der Grundschule.

Nach dem Architekturwettbewerb und sich anschließenden Verhandlungen geht die Kreisverwaltung davon aus, dass 2019  „das Planungsteam in Kürze mit der Arbeit beginnen kann“. 500 000 Euro sind dafür im Etat 2019 eingeplant. Wann gebaut werden kann, ist offen. Grund: Es ist unklar, wie lange es dauert, bis das Projekt genehmigt wird.

Treverer Schule Schweich In Schweich sollen gleichzeitig eine neue Grundschule sowie eine neue Förderschule gebaut werden. Die Gesamtkosten liegen laut Haushaltsplan bei gut 41 Millionen Euro. Davon entfallen rund 24 Millionen auf den Kreis, rund 17 Millionen auf die VG Schweich als Trägerin der Grundschule. 2019 soll rund eine Million Euro ausgegeben werden. Dann soll mit den Hochbauarbeiten begonnen werden. Viel abhängen wird von einem Gespräch mit dem Landesrechnungshof (siehe Info), der Einsprüche gegen die Schulbaupläne angemeldet hatte (der TV berichtete).

Schulzentrum Konz Mit Kosten in Höhe von 39,4 Millionen Euro bis zum Jahr 2025 rechnet die Kreisverwaltung bei der Sanierung des Schulzentrums Konz. Derzeit wird der erste Bauabschnitt abgearbeitet.  1,5 Millionen Euro sind im neuen Haushalt dafür eingeplant. Nach Auskunft von Martina Bosch, Sprecherin der Kreisverwaltung, spielen Mehrkosten aufgrund der jährlichen Baupreissteigerungen eine besondere Rolle, da das Projekt über viele Jahre läuft und „jeder Bauabschnitt für sich getrennt ausgeschrieben werden muss“.

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