Kreis zahlt Tagesmüttern deutlich mehr Geld
Rund 16,5 Prozent mehr Geld für ihre Arbeit erhalten Tagesmütter im Kreis Trier-Saarburg ab dem 1. Mai. Das hat der Jugendhilfeausschuss beschlossen. Zudem wurde die Fortschreibung des Bedarfsplans für Kindertagesstätten abgesegnet.
Trier-Saarburg. (ags) Einstimmig hat der Jugendhilfeausschuss des Kreises Trier-Saarburg beschlossen, die Entgelte für in der Tagespflege tätige Personen von derzeit 120 bis 480 Euro monatlich auf 140 bis 560 Euro pro Monat anzuheben. Lag der Stundenlohn einer Tagesmutter bislang zwischen 2,80 und 3,20 Euro, ist er nunmehr auf bis zu 3,70 Euro angehoben.
Der Kreis Trier-Saarburg nähert sich somit den Empfehlungen des Landes an, das aufgrund gesetzlicher Änderungen und der qualitativen Anforderungen an Tagesmütter einen Stundenlohn von bis zu 4,20 Euro vorgibt. Die Stadt Trier und der Kreis Cochem-Zell haben ihre Entgelte bereits auf diesen Tarif angehoben. Für die übrigen Jugendämter der Region haben sich die zuständigen Dezernenten darauf verständigt, die Entgelte stufenweise anzupassen - zunächst auf einen Höchstbetrag von 560 Euro. Das Niveau der Stadt Trier erreiche der Kreis damit zwar noch nicht, sagte Landrat Günther Schartz. Allerdings müsse der Kreis in dieser Hinsicht nachbessern, damit sich das Pflegepersonal nicht umorientiert. Darüber hinaus hat der Jugendhilfeausschuss die Fortschreibung des Bedarfsplans für Kindertagesstätten beschlossen. "Wir haben auch dieses Jahr wieder den Schwerpunkt auf Plätze für Unter-Dreijährige gelegt", sagte Hubert Ludwig, Referatsleiter für Kindertagesstätten des Jugendamts. Die Vorgabe des Landes von 660 Plätzen habe der Kreis annähernd erreicht. Es gebe bereits 620. Zwar werde es kreisweit Orte geben, wo der Bedarf nicht voll gedeckt werden könne. "Aber wir werden uns weiterhin bemühen", sagte Ludwig. Wo der Anspruch eines Kindes auf einen Kita-Platz nicht am Wohnort realisiert werden könne, werde er in zumutbarer Entfernung umgesetzt.