Kreisel bringt Kohle

TRIER. (woc) Nicht unumstritten war der Bau des Kreisverkehrs in der Kohlenstraße. Gebaut wurde er zur Lenkung der starken Verkehrsströme durch Kürenz und auf das Landesgartenschau-Gelände.

"Maulwurfshügel" wird der Verkehrskreisel in der Kohlenstraße landläufig genannt, der bei seiner Errichtung für viel Unmut bei den Kürenzern sorgte: Vielen war das Kreiselinnere zu hoch und unübersichtlich. Baudezernent Peter Dietze begründete den hügeligen Bau dagegen gerade mit Argumenten für die Sicherheit: Schon beim Heranfahren könne ein Kreisverkehr mit Hügel besser erkannt werden. Bei der Einfahrt werde dem von links kommenden Verkehr mehr Aufmerksamkeit gewidmet. Die freie Sicht in einen flachen Kreisel könne Autofahrer außerdem dazu verleiten, weniger aufmerksam und schneller zu fahren. Wenige Wochen nach Eröffnung des Landesgartenschau stand der Kreisel wieder im Fokus des Bürgerunmuts: Zahlreiche Anrufer beschwerten sich beim TV über die Bepflanzung des Kreiselhügels mit "Unkraut". Dabei handelte es sich bei dem bis zu 50 Zentimeter hoch wachsenden Grün um Ziergras. Ein gutes Jahr später hat sich der Kreisverkehr etabliert: Das tulpenförmige Logo der Landesgartenschau grüßt von dem mittlerweile nur noch spärlich bewachsenen Hügel, der in den vergangenen zwölf Monaten nicht - wie befürchtet - zum Unfallschwerpunkt geworden ist. Günter Propson aus Trier, Im Sonnenschein 9, war der erste Anrufer mit der richtigen Lösung. Er gewinnt 50 Euro. Aus den übrigen Anrufern mit richtiger Antwort wurde Elisabeth Knöfel, Güterstraße 115, Trier, ausgelost. Auch sie erhält 50 Euro.