Kreiskrankenhaus Saarburg benötigt erneut Finanzhilfe

Kostenpflichtiger Inhalt: Gesundheitswesen : Das Kreiskrankenhaus Saarburg braucht eine weitere Geldspritze

Bisher sah es so aus, als ob der Landkreis Trier-Saarburg das Saarburger Krankenhaus mit knapp 4,9 Millionen stützen muss. Doch es wird am Ende wohl wesentlich mehr Geld dafür fließen müssen.

Der Landkreis Trier-Saarburg hat bis Anfang August schon insgesamt rund 4,6 Millionen Euro an die kreiseigene Klinik GmbH gezahlt, für die vor wenigen Wochen eine Kooperation mit der Landeskrankenhaus AöR vereinbart worden ist. Ohne dieses Geld des Landkreises wäre die Einrichtung zahlungsunfähig gewesen. Seit einigen Jahren lässt sich der Betrieb der Klinik nur aufgrund von Hilfen aufrechterhalten.

Nach aktueller Beschlusslage darf der Kreis einen Verlust des Kreiskrankenhauses in Höhe von knapp 4,9 Millionen Euro übernehmen. Nun sollen es 1,8 Millionen Euro mehr sein. Das wären dann rund 6,7 Millionen Euro. Für das Jahr 2018 sind es rund 5,8 Millionen Euro gewesen (der TV berichtete).

Der Tagesordnungspunkt elf der Kreistagssitzung am Montag um 17 Uhr lautet: „Überplanmäßige Ausgabe; zusätzliche Verlustübernahme für das Wirtschaftsjahr 2019 der Kreiskrankenhaus St. Franziskus Saarburg GmbH“.

Laut Sitzungsvorlage soll eine detaillierte Begründung für das neue Minus in nichtöffentlicher Sitzung gegeben werden. Der Trierische Volksfreund hat nachgefragt, woran es liegt, dass der Zuschussbedarf für das Saarburger Krankenhaus erneut steigt. Dazu sagt Interim-Geschäftsführer Joachim Christmann, dass die im Haushalt 2019 eingestellte Summe auf Grundlage des unter der Ägide des früheren Geschäftsführers Arist Hartjes erstellten Wirtschaftsplans festgelegt worden sei. Diese Zahlen hätten sich als nicht zutreffend erwiesen. Einer der Gründe für den erhöhten Finanzbedarf sei laut Christmann, dass aufgrund der tariflichen Erhöhung der Gehälter in diesem Jahr rund 1,5 Millionen Euro mehr Personalkosten entstehen würden.

Die Beschlussvorlage erhält auch einen vagen Hinweis, wie die neuerliche Finanzspritze finanziert werden soll: „Die Deckung erfolgt über Verbesserungen im Gesamthaushalt 2019.“

Das heißt: Es soll woanders gespart oder mehr eingenommen werden.

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