Kriechspur durch Kürenz

TRIER-KÜRENZ. Die Bauarbeiter kommen, und der Verkehr staut sich: Seit Anfang der Woche werden Autofahrer im Bereich der Straßen "Im Aveler Tal", "Domänenstraße" und "Am Grüneberg" in Kürenz auf eine harte Geduldsprobe gestellt.

Eine Straßenbaustelle, die ihre Wirkung nicht verfehlt, ist seit Anfang der Woche in Kürenz. Die Folge: Mitunter kilometerlange Staus "Im Aveler Tal" und in der "Domänenstraße" - sowohl stadteinwärts als auch stadtauswärts. Von den Staus betroffen ist auch ein "Seitenarm", die Straße "Am Grüneberg". In den Straßen staut es sich nicht nur zur Hauptverkehrszeit, sondern den ganzen Tag lang. Grund für die aufgerissene Fahrbahn seien "zwei kleine durchlässige Stellen" im Gasleitungsnetz, die bei einer Kontrolle festgestellt worden seien, sagt Pressesprecher Jürgen Slowik von den Stadtwerken Trier (SWT) auf TV-Anfrage. "Da wurden wir sofort akiv." Man sei bemüht, die Arbeiten so schnell wie möglich abzuwickeln. Einen "dritten Aufbruch" wird es aber laut Slowik wohl am Samstag geben. Ob damit dann noch größere Einschränkungen als bisher einhergehen werden, kann er aber nicht sagen. Die gute Nachricht des SWT-Manns: Man gehe davon aus, dass die Baustelle Mitte kommender Woche abgeräumt werden könne. Von weiteren Baustellen in diesem Bereich sei ihm nichts bekannt. Unterdessen beklagen sich Bürger, dass nicht schnell genug gearbeitet werde. So will ein Passant am gestrigen Donnerstag gesehen haben, dass um 7.40 Uhr noch kein Arbeiter vor Ort war. "Um 7 Uhr ist es doch schon hell, warum kann man da nicht arbeiten", fragt sich der verärgerte Mann. Am Mittwoch hätten die Arbeiter bereits um 17 Uhr aufgehört. Slowik verweist in diesem Zusammenhang auf die Zuständigkeit des beauftragten Tiefbauunternehmens. In den Hauptverkehrszeiten stauen sich die Fahrzeuge bis hoch an den Kreisverkehr an der Abzweigung zum Petrisberg. Viele Autofahrer weichen inzwischen auf die Strecke über Olewig aus, was dort wiederum seit einigen Tagen für Verkehrsprobleme sorgt. Ralf Frühauf, Pressesprecher der Stadt Trier, bestätigt, dass es Probleme mit der Ampelanlage gibt. Es sei zwar die modernste ihrer Art, sie sei sogar mit Kamera ausgerüstet, nur funktioniere sie nicht in der gewollten Weise. Bisher sei es noch nicht gelungen, die Kamera so einzurichten, dass die "intelligente Ampel" das tatsächliche Fahrzeugaufkommen erfasse und aufgrund der Daten die Durchfahrtszeiten automatisch reguliere. Wenn die Autos nicht genau in dem zu messenden Bereich hielten, entstünde ein falsches Bild für den Kamera-Sensor. Es werde versucht, mittels Absperrbaken eine abgestimmte Fläche für die wartenden Fahrzeuge festzulegen, um optimale Einstellungen zu erreichen. Dabei dürfe das Messfeld nicht zu dicht an die Gegenfahrbahn reichen. Ein weiteres Problem scheinen Autofahrer zu verursachen, die trotz Rot noch schnell über die Ampel huschen. Da die Signalanlage auf stehende Fahrzeuge reagiere, verlängere sich die Wartezeit für den Gegenverkehr.