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Kriminalitätsstatistik: Mehr Verbrechen in der Region - aber auch mehr gelöste Fälle

Kriminalitätsstatistik: Mehr Verbrechen in der Region - aber auch mehr gelöste Fälle

Erstmals ist die Zahl der Straftaten im vergangenen Jahr wieder angestiegen, insgesamt um knapp 2500 Fälle. Bei der Vorstellung der polizeilichen Kriminalstatistik 2013 konnte Polizeipräsident Lothar Schömann allerdings auch eine höhere Aufklärungsquote von 66,5 Prozent verkünden.

Tendenziell erfreulich: Es gab weniger Fälle von Körperverletzung und andere Rohheitsdelikte wie etwa Raub und Freiheitsberaubung, allerdings führen die Körperverletzungen immer noch die Liste der in dieser Gruppe erfassten 5269 Straftaten an. 92 Prozent der Rohheitsdelikte wurden 2013 aufgeklärt. Auffallend ist der Anstieg bei den Überfällen auf Spielhallen, die sprungartig von einem auf 13 Fälle im vergangenen Jahr wuchs.

Deutlich gefallen ist die Zahl der Kapitaldelikte, also Mord, Totschlag und fahrlässige Tötung. Hier registrierte die Polizei einen Rückgang von 19 auf zehn Delikte, davon blieb es in sechs Fällen beim Versuch.

Etwas zugenommen hat die Zahl gewöhnlicher Diebstähle, bei denen die Polizei einen Anstieg um 169 auf 6.875 Fälle verzeichnet. Hingegen gab es weniger schwere Diebstähle. Deren Zahl sank um 306 auf 3.442 Fälle. Allerdings wurden auch prozentual weniger Diebstähle aufgeklärt als im Jahr zuvor.

Bei den Sexualstraftaten registriert die Polizei einen leichten Anstieg. Während die Straftaten in diesem Bereich jahrelang rückläufig waren, wurden 31 Fälle mehr (insgesamt 393 Fälle) verzeichnet als im Vorjahr. Die Verbreitung pornografischer Schriften stieg um 22 Fälle.

Ein erheblicher Anstieg von 37,5 Prozent wird im Deliktbereich der so genannten strafrechtlichen Nebengesetze verzeichnet. Hier stiegen die Fallzahlen um 1.952 auf 7.151 Fälle an. In den meisten Fällen geht es um Verstöße gegen das Aufenthalts- und Asylrecht. Das liegt daran, dass der Zentralen Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende in Trier im vergangenen Jahr deutlich mehr Personen zugewiesen wurden. Polizeipräsident Schömann betont aber, dass sich die ganz überwiegende Zahl der asylsuchenden Menschen aus polizeilicher Sicht völlig unauffällig verhält.

In den Bereich der strafrechtlichen Nebengesetze gehören auch Rauschgiftdelikte. Hier gab es einen Zuwachs von 4,5 Prozent auf 2.342 Fälle.

Insgesamt gab es 36822 Straftaten, von denen 66,5 Prozent aufgeklärt werden konnten.