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Kritik an fleischlosen Studenten-Veranstaltungen

Kritik an fleischlosen Studenten-Veranstaltungen

Die Hochschulgruppe RCDS (Ring Christlich-Demokratischer Studenten) hat im Vorfeld des Astatic-Festivals Flyer verteilt mit dem Hinweis, dass laut Koalitionsvertrag kein Fleisch mehr auf Asta-Veranstaltungen verkauft werden darf (der TV berichtete). Mit dieser Aktion, so der RCDS, habe man das Festival keineswegs schädigen wollen.

Trier. Der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) der Universität Trier hat demokratisch beschlossen, auf seinen Veranstaltungen ausschließlich vegetarische Nahrung anzubieten. Nicht alle Hochschulgruppen hatten jedoch dafür gestimmt. Vor allem aus den Reihen des RCDS, aber auch von anderen Mitgliedern kam Kritik.
Campus & Co.


Für das Astatic-Festival kürzlich im Exhaus stand auf der Grundlage des demokratischen Beschlusses von vornherein fest, dass kein Stück Fleisch über die Theke gehen würde. Stattdessen gab es Chili sin Carne, einen Asia-Imbiss und Brötchen mit fleischlosen Belägen. Nachdem im Vorfeld anonym im sozialen Netzwerk Facebook Protest aufgekommen war, wollte der RCDS mit einer Flyer-Aktion darauf aufmerksam machen, dass mit Asta-Geld Veranstaltungen finanziert werden, auf denen nur vegetarische Gerichte angeboten werden. Kurz vor dem Festival wurden daher Hinweisblätter unter dem Titel "Jetzt geht\'s um die Wurst" verteilt. "Wir denken nicht, dass diese Aktion in Zusammenhang mit den geringen Besucherzahlen steht", sagt eine Vertreterin des RCDS. Vielmehr vermutet sie, dass aufgrund des ungünstigen Zeitpunkts während der Klausurenphase weniger Menschen kamen als erwartet. "Auch vor unserer Aktion lief der Vorverkauf schleppend an."
Kulturreferentin und Organisatorin Anne Schaaf vermutet, dass die Ticketpreise zu Zurückhaltung geführt haben könnten. "Es ist sehr schwer, die Mitte zwischen einer angemessenen Bezahlung der Künstler und studentenfreundlichen Preisen zu finden", sagt sie. Ob der ausbleibende Besucheransturm dem Fleischverzicht, den Preisen oder dem Zeitpunkt geschuldet ist, bleibt ungewiss. Zumindest die RCDS kann aber ein Fazit aus ihrer Flyer-Aktion ziehen: "Die Resonanz seitens der Studenten war riesig. Uns erreichten mehr als 30 Mails." nhl