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Krumpern essen für einen guten Zweck

Krumpern essen für einen guten Zweck

Das Krumpernfest hat mehrere Tausend Besucher nach Bekond gezogen. Erstmals richteten die Organisatoren am Freitag einen Musikabend mit Stimmungsmusik aus. Mehr als 300 Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung.

Bekond. (cst) Am Wochenende lockte die Kartoffel: 6000 bis 7000 Besucher kamen nach Bekond zum 15. Krumpernfest. In bestem Eifel-Moselplatt erhielten sie deftige Gerichte rund um die braune Erdknolle: Für Pellkrumpern mit Quark, Krumpernschnieden oder Krumpernsupp schälten die Bekonder 2000 Kilogramm Kartoffeln.

Erstmals richteten die Bekonder am Freitag einen Stimmungsabend aus. "Der war gleichzeitig als Dankeschönfest für alle Helfer gedacht", sagte Kaspar Portz, Vorsitzender des Vereins Bekond Aktiv. Denn ohne die ginge es nicht: "Allein 300 Dienste mussten wir im Festzelt besetzen", sagte Portz. Jeder Helfer leistete zwischen vier und acht Stunden Dienst. Hinzu kommen Helfer für Vorbereitung des Fests sowie Zelt auf- und Abbau.

Samstagabend boten die Bekonder Musik für Besucher jeden Alters. Der Sonntag als Haupttag des Fests begann mit einem Gottesdienst im Festzelt. Dem folgten zahlreiche unterhaltende Programmpunkte. Der Musikverein Bekond spielte vor den zahlreichen Besuchern, verschiedene Showtanzgruppen gaben Einlagen und für gute Stimmung sorgten die Musiker der kubanischen Gruppe "Cohimbra". Besondere Programmpunkte waren für die Kinder Pippo, der Clown, der im Zelt allerlei Zuschauer narrte, aber auch ein lebender Uhu sowie ein Wanderfalke, die die Blicke der Besucher auf sich zogen.

Vor dem Zelt konnten die Besucher auf Pferdekutschen mitfahren, eine Dreschmaschine begutachten oder sich im Bürgerhaus in einer Ausstellung über ökologischen Landbau informieren. Dazu gab es eine Fotoausstellung über ein landwirtschaftliches Projekt in Equador, das aus den Erlösen des Festes finanziert wird.

Das Fest, das im Zweijahresrhythmus veranstaltet wird, habe bisher immer Gewinn abgeworfen, sagte Portz. Diesen führen die Veranstalter zusammen mit Spenden der Welthungerhilfe zu. Die wohltätige Organisation leitet das Geld weiter nach Südamerika, wo in den Anden der Ausbau der Infrastruktur der Bauern beispielsweise mit Bewässerungskanälen verbessert wird. "Deshalb haben wir für das Krumpernfest auch das Motto ‚Gemeinsam feiern - gemeinsam helfen' gewählt", sagte Portz. In der Vergangenheit habe man 300 000 Euro für den guten Zweck erwirtschaftet, den Gewinn für dieses Jahr müsse man abwarten. Portz bedauerte, dass die Aufwendungen für die Veranstaltung jedes Mal steigen. Eine Auflage der Behörden war in diesem Jahr erstmals der Einsatz von Sicherheitspersonal. "Das schmälert den Ertrag des Fests", sagte Portz. "Dabei hatten wir Security in der Vergangenheit noch nie gebraucht."