Künstler experimentiert mit langer Belichtungszeit

Künstler experimentiert mit langer Belichtungszeit

Rund 120 Gäste konnte Frank Jüttner, Direktor der Deutschen Richterakademie, zur Eröffnung der Ausstellung "Fotografie 70/10" mit Arbeiten des Trierer Künstlers Daniel Schieben in der Tagungsstätte der Akademie in Heiligkreuz begrüßen.

Trier. (red) Die Ausstellung in der Richterakademie zeigt unter anderem sechs Arrangements in denen Daniel Schieben Porträts aus den 1970er Jahren und heute durch Überbelichtung zu einer Komposition zusammengefügt hat und so zu einer vielschichtigen Betrachtung seiner Werke einlädt.

Karl Ducoffre, der eine Einführung zur Ausstellung gab, betonte die Herangehensweise Daniel Schiebens, die den Prinzipien der klassischen Fotografie absichtsvoll widerspreche. So nutze Schieben eine bewusst lange Belichtungszeit, um den gestalterischen Prinzipien unabhängig vom Motiv eine größere Selbstständigkeit zu verleihen, und leiste so auch als Fotograf einen Beitrag zur Autonomie der Kunst. Musikalisch eingerahmt wurde die Ausstellungseröffnung vom expressiven Spiel der Flötistin Irmgard Brixius aus Schweich.

Die Ausstellung ist noch bis zum 28. Oktober (Dienstag bis Freitag, 9 bis 16.30 Uhr) zu sehen.

Weitere Informationen unter www.deutsche-richterakademie.de