Kürenz: Runde Tisch Neu-Kürenz bietet Lauftreff an

Integration : Bunt, bunter, Trier-Kürenz

Mit farbenfrohen Plakaten wirbt der Runde Tisch Neu-Kürenz für Vielfalt im Stadtteil. Das neueste Projekt soll Menschen nicht nur zusammenbringen, sondern auch fit machen.

„Wir stehen für eine bunte Nachbarschaft“ prangt in großen Lettern auf dem Plakat. Drumherum ein Kreis, gebildet aus den Begriffen Respekt, Achtung, Toleranz, Vielfalt, Miteinander, Inklusion, Akzeptanz und Wertschätzung. Bei diesem Slogan muss auch das Werbeplakat farbenfroh sein, dachten sich die Initiatoren vom Runden Tisch Neu-Kürenz (Neu-Kürenz liegt zwischen dem Avelertal und Tarforst). Isabelle Rotsch, Leiterin der Keune-Grundschule, hat das Plakat entworfen, das künftig überall im Stadtteil für die Ziele des Runden Tisches werben soll. „Die Integration von Menschen mit Flucht- oder Migrationserfahrungen liegt allen Akteuren am Herzen“, sagt Carsten Schmitt vom Treffpunkt am Weidengraben. „Wir möchten ein Zeichen setzen für Toleranz, Vielfalt und Integration, dass jeder Mensch bei uns willkommen ist.“

Auf Initiative des Runden Tisches startet am Donnerstag, 11. April, der offene Lauftreff für eine bunte Nachbarschaft“ – unterstützt von der Techniker Krankenkasse, dem Haus der Gesundheit, der Europäische Akademie des rheinland-pfälzischen Sports, Impuls Trier und der Aktion Stadt in Bewegung.

Einige Anmeldungen lägen bereits vor, doch es sei auch möglich, spontan mitzulaufen, sagen die Organisatoren. Treffpunkt ist jeweils donnerstags um 17 Uhr an der Einrichtung am Weidengraben 31a in Neu-Kürenz. Gelaufen wird eine Stunde, wobei neben dem Sport die Kommunikation miteinander nicht zu kurz kommen soll.

Nicht als Veranstalter, sondern als Netzwerk versteht sich die Initiative. Sie will Ideen für ein buntes Zusammenleben im Stadtteil fördern, die von den mitmachenden 13 Aktionen, Verbänden und Vereinen aufgegriffen werden sollen.

Die bunte Vielfalt im Stadtteil soll nicht nur Neubürger aus fernen Kulturkreisen ansprechen, sondern alle hier lebenden Menschen.

Ortsvorsteher Bernd Michels, der mit am Runden Tisch sitzt, weist darauf hin, dass die Zahl der Flüchtlinge im Stadtteil längst nicht so hoch sei wie oft behauptet. Es kursierten „Geisterzahlen“ von bis zu 1000 Personen in einem Teil des Burgunderviertels. So um die 50 Flüchtlinge dürften es im Burgunderviertel, das ebenso zu Neu-Kürenz gehört wie der Weidengraben, aktuell tatsächlich sein, schätzt dagegen Carsten Schmitt vom Treffpunkt am Weidengraben.

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