Küssen erlaubt

Triers ältester Theaterverein kommt aus Feyen und hat am Sonntag die Premiere des Grimm-Klassikers "Der Froschkönig" gefeiert. Nicht nur die kleinen Besucher riss die kurzweilige Vorführung mit - auch die Erwachsenen amüsierten sich bestens.

Trier-Feyen. Es ist dunkel und still. Der Froschkönig (gespielt von Julia Ballmann) sitzt in einem verlassenen Wald. Ein Kräuterweib (Andrée Marita Becker-Paulus) verhexte den jungen Prinzen einst in einen grünen Lurch. Nun macht er sich mit dem Igel Schnüffelchen (Emily Schaus) auf die Suche nach einer echten Königstochter, die ihn erlösen kann.
Als Prinzessin Iris (Dominique Degering) ihre geliebte Goldkugel in einen Brunnen fällt, bietet sich für ihn die einmalige Gelegenheit, seinen Zauber zu brechen. Doch Iris nutzt die Dienste des verzauberten Prinzen nur aus und flüchtet. Als ihr Vater (Gerd Fischer) davon erfährt, muss sie ihr Versprechen, den Frosch zu sich einzuladen, einlösen. Nach einigen Schwierigkeiten nimmt die Geschichte ein gutes Ende, und der Froschkönig wird wieder zu einem Menschen.
Die Kinder in den ersten Reihen fiebern bei der Premiere des Märchen-Klassikers im Pfarrzentrum St. Valerius Feyen mit dem Schicksal des Froschs mit. Als ihm die Prinzessin einfach davonläuft, sind sie um einen Rat nicht verlegen: "Einfach hingehen!" Den Zauberspruch des Kräuterweibs sprechen sie laut mit, und dem tollpatschigen Küchengehilfen Brutzel (Avelina Heilmaier) erklären sie, wo rechts und links ist. Besonders viele Lacher erntet die eingebildete Hofdame Thusnelda (Anja Peters), die ständig damit beschäftigt ist, sich die Nase zu pudern. Hofmarschall Redeschnell (Michelle Peters) bringt das Publikum zum Schmunzeln.
Familie Schlesier ist beeindruckt: "Die Übergänge zwischen den Szenen und vor allem die Verwandlung des Froschkönigs sind wirklich gut gelungen." Der vierjährigen Anna hat die Prinzessin am besten gefallen: "Die hatte so ein schönes Kleid an!"
Den meisten Applaus der 150 Zuschauer bekommt jedoch der Frosch, als er sich wieder in den jungen Prinzen Eberhard (Thomas Forster) verwandelt. Mit den Worten "Und wenn sie nicht gestorben sind, dann quaken sie noch heute" endet die kurzweilige Märchenstunde des Theatervereins Feyen.
Extra

Die nächsten Aufführungen des Froschkönigs sind am 13., 20. und 27. Januar sowie am 3. Februar jeweils um 14 Uhr und 16.30 Uhr im Pfarrzentrum St. Valerius in Feyen. Karten können per E-Mail ( tvtrier-feyen@gmx.de) oder bei Frisör Mathilde Pleyer und Schreibwaren Schmotz gekauft werden. jwa

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