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Kultur trotz Corona: Sterntalermarkt in Trier wächst

Weihnachten in Trier : Das ändert sich dieses Jahr auf dem Sterntalermarkt

Märchenzelt, mehr Musik, mehr Stände und Glühviez zum Mitnehmen: Der stimmungsvolle Trierer Sterntalerweih­nachtsmarkt weitet sein Angebot in diesem Jahr aus. Trotz Pandemie. Der TV hat nachgefragt, wie das möglich gemacht wird.

Wer gedacht hat, Corona töte das winterliche Kulturprogramm in Trier, liegt falsch: Sowohl der große Trierer Weihnachtsmarkt findet – unter Auflagen – statt (der TV berichtete) als auch der stimmungsvolle Sterntalermarkt im Brunnenhof – und zwar von Donnerstag, 26. November, bis Sonntag, 30. November, jeweils von 14 bis 22 Uhr.

Seit 2014 organisiert der Trierer Verein Kulturkarawane den viertägigen Markt im Brunnenhof neben der Porta Nigra. Statt Massenware bieten Künstler und Kunsthandwerker ihre individuellen Weihnachtsartikel an. Dazu gibt es Glühviez, Glühwein und andere Leckereien sowie eine fast magische Illuminierung des historischen Innenhofs mit seinen Arkaden und Torbögen. 500 Besucher und mehr drängeln sich üblicherweise zwischen den hübschen Buden des etwas anderen Weihnachtsmarkts.

So eng darf es in diesem Jahr nicht werden – das untersagen die Regeln zum Corona-Infektionsschutz. „Wir weiten den Markt daher auf den Simeonstiftplatz und auf den Porta-Nigra-Vorplatz aus“, erklärt Toby Urban, Kulturkarawanen-Vorstandsmitglied. Laut Hygienekonzept müssen die Buden mit drei Metern Abstand zueinander aufgestellt werden. Der Markt soll aber nicht nur einfach mehr Raum einnehmen, auch das Programm ist größer in diesem Jahr.

Weihnachtsmarkt-Chefin Angela Bruch im Interview: Buden auf drei statt zwei Plätzen

„Auf dem Porta-Nigra-Vorplatz bauen wir ein Zelt auf für eine professionelle Märchenerzählerin. Dort werden auch andere Programmpunkte für Kinder stattfinden“, sagt Urban. Im Zusammenhang mit der Porta Nigra sei ein weiteres Event geplant. „Aber das soll eine Überraschung sein und wird noch nicht verraten.“ Außer dem Kulturprogramm werden auf dem Porta-Nigra-Platz auch Verkaufsbuden aufgestellt und ein Getränkestand, der Glühviez und -wein zum Mitnehmen verkauft.

Die übrigen Gastrostände werden auf dem Simeonstiftplatz in einem abgesperrten Bereich gebündelt. „Dort müssen wir von Besuchern auch Kontaktdaten erheben, damit im Fall der Fälle mögliche Infektionsketten zurückverfolgt werden können.“ Der Gastro-Bereich kann spontan besucht werden, über die Internetadresse info@kultur-karawane.de. können Tische allerdings auch vorab reserviert werden. „Für Gruppen bis zu zehn Leuten – mehr sind wegen der Corona-Regeln pro Tisch nicht zugelassen – empfiehlt es sich wohl, zu reservieren“, meint Urban.

Der Brunnenhof wird weiterhin das Zentrum des Sterntalerweihnachtsmarkts sein. „Wir bekommen sogar fast die gleiche Zahl Verkaufsstände unter wie sonst“, sagt Urban. Zwar dürfe wegen der Abstandsregeln nur noch jede zweite Arkade als Verkaufsunterstand genutzt werden. Da aber die Getränke- und Essensstände auf den Simeonstiftplatz verlagert sind, werden im Gegenzug auch Plätze frei. Im Kreuzgang des oberen Stockwerks des alten Simeonstifts soll es ebenfalls ein Kulturprogramm geben: Live-Musik, Gedichte und anderes sollen aus den Arkaden für die Besucher im Hof stattfinden.

Die Zahl der Gäste ist für jeden der drei Marktbereiche strikt beschränkt. Damit die Abstandsregeln eingehalten werden können, darf pro fünf Quadratmeter Bodenfläche nur eine Person Zutritt erhalten. „Wir haben es noch nicht bis auf den letzten Quadratmeter ausgerechnet, aber auf dem Porta-Nigra-Vorplatz werden das etwa 80 Personen sein, im Brunnenhof etwa 200 und auf dem Simeonstiftplatz rund 150 Gäste“, erklärt Urban.

In der ersten Version des Artikels stand, dass sich pro Quadratmeter Bodenfläche eine Person in den abgesperrten Bereichen aufhalten darf. Richtig ist, dass pro fünf Quadratmeter Bodenfläche einem Gast Einlass gewährt werden darf. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.