Kulturnetzwerk diskutiert

Sie sind aus allen Richtungen Deutschlands nach Trier gekommen: 20 Teilnehmer des Kulturnetzwerks des Bundesverbands Psychiatrie-Erfahrener haben sich in Trier untereinander ausgetauscht.

Trier. (red) Das 2006 gegründete Kulturnetzwerk des Bundesverbands Psychiatrie-Erfahrener (BPE) hat sich erstmals zu einem Arbeitstreffen in Trier getroffen. Die 20 Teilnehmer präsentierten ihre Lyrik, Gedichte, Gesang und vieles mehr einzeln oder in der Gruppe im "Mondo del Caffe" in der Trierer Fußgängerzone.Das intensive Kennenlernen der Künstler untereinander erfolgte zuvor unter anderem durch die Vorstellung der eigenen Projekte. Im Einzelnen wurden Themen wie Urheberschutzrechte, Anmeldung und Regularien von wissenschaftlichen und journalistischen Veröffentlichungen, die Problematik um die Künstlerversicherung und vieles mehr angesprochen. Bei der Diskussion der Veröffentlichungsmöglichkeiten zählten die Vertreter des Ulla-Schmidt-Verlags die Möglichkeiten der öffentlichen Vervielfältigung auf. Eine Vervielfältigung mit den alten Medien - über die Schrift - ist bei der Herstellung kostenintensiver als mit den neuen Medien - also über die Sprache. Das hat zur Folge, dass Kleinkunstprojekte für eine Vervielfältigung mit CDs eine intensivere Vorbereitung bedürfen als eine Vermarktung über die Schrift. In der Konzeption der Projekte wurde über Kochbuchprojekt diskutiert, Konzepte und Überlegungen zur BPE-Herbstkunstschule besprochen sowie die Präsentationsmöglichkeiten der Künstler anlässlich des BPE-Jahrestreffens vom 19. bis 21. Oktober in Kassel erläutert. Zudem äußerten sich die Teilnehmer positiv zu dem Gedanken, ein Kulturfestival zu Ostern 2009 in Trier zu organisieren.