Kunstmythos Arkadien

"Verweile doch!" - Unter diesem Thema steht eine Ausstellung im Rahmen der 40-Jahr-Feier der Universität Trier, die am gestrigen Sonntag in den Thermen am Viehmarkt eröffnet wurde.

Trier. (red) Die Vorstellung von Arkadien ist seit der Antike der Inbegriff eines sorglosen Lebens in harmonischem Einklang mit der Natur. Arkadien steht dabei für die Idealvorstellung einer Gesellschaft ohne Konflikte, voller Frieden, Harmonie und scheinbar grenzenloser Schönheit. Diese Vorstellung hat Künstler aller Genres inspiriert. Die Ausstellung in den Thermen am Viehmarkt dokumentiert, wie der Kunstmythos Arkadien in Druckgrafiken rezipiert wurde.

Die aus den Beständen der Grafischen Sammlung des Fachs Kunstgeschichte der Universität konzipierte Ausstellung versucht anhand von 100 Blättern aus der Zeit von 1490 bis 1830 die Entwicklung des Arkadienbildes nachzuzeichnen. Besonderes Augenmerk gilt der Aufnahme arkadischer Vorstellungen in der Darstellung des christlichen Paradieses und der Tendenz, Arkadisches in die Darstellung der eigenen Heimat zu übertragen. Auch werden die bildkünstlerischen Wurzeln der Wirkungsmacht des arkadischen Ideals untersucht.

Die Ausstellung ist bis 31. Oktober täglich (außer montags) von 9 bis 17 Uhr geöffnet.