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Kunstrasen in trockenen Tüchern

Kunstrasen in trockenen Tüchern

Im September 2007 hatte der Stadtrat die Umwandlung des Sportplatzes Ehrang in einen Kunstrasenplatz beschlossen, im Januar wandte man sich wegen der Förderung ans Land - nun sagte Mainz zu, Kosten von 244 000 Euro zu übernehmen.

Trier. (BP) "Das ist in trockenen Tüchern." Bürgermeister Georg Bernarding war zufrieden, als der Bewilligungsbescheid aus Mainz via ADD bei ihm eintraf. Der Sportplatz Ehrang, bislang ein recht maroder Aschenplatz, kann in einen modernen Kunstrasenplatz umgewandelt werden. Am Donnerstag teilte das Land mit, dass 40 Prozent der Gesamtkosten von rund 609 000 Euro übernommen werden. Definitiv ist dies allerdings erst dann, wenn die Aufsichts- und Dienstleistungs-Direktion (ADD) den städtischen Anteil von 365 000 Euro genehmigt. Derartige Investitionen müssen wegen der Haushaltslage der Stadt erst noch von der Kommunalaufsicht abgesegnet werden.

Im Gespräch mit dem TV sagte Bernarding, dass die Förderung 2008 abrufbar sei, aber auch noch 2009 "eingelöst" werden könne. "Wir warten nun erst einmal die Stellungnahme der ADD ab, dann geht die Entscheidung ans Sportministerium nach Mainz. Ob wegen dieser Rahmenbedingungen und auch wegen der Witterung noch 2008 mit dem Bau begonnen werden kann, muss man sehen. Dies sollen die Planer entscheiden. Zudem stimmen wir uns auch mit der SG Ehrang/Pfalzel wegen deren Spielplänen ab", sagte Bernarding dem TV.

Bei der SG ist man hellauf begeistert: "Das ist wie ein Sechser im Lotto für uns. Es wurde auch Zeit, wenn wir langfristig überleben wollen", sagt Lothar Schmidt von der SG, bei der derzeit 300 Kinder und Jugendliche Fußball spielen. "Je schneller es geht, umso besser", meint Schmidt.

Derweil könnte auch die Finanzierung des Moselstadions die Stadt weniger kosten als zuletzt angenommen. Im Juni hatte das Land bekanntgegeben , dass statt der von Trier erhofften 70-prozentigen Förderung der Sanierungskosten von rund 1,5 Millionen Euro nur 40 Prozent aus dem Sportfördermitteltopf bewilligt würden, wodurch auf die Stadt Kosten von 800 000 Euro statt 400 000 Euro zukämen. Nun hat sich laut Aussage von Bernarding allerdings Innen- und Sportminister Karl Peter Bruch der Sache erneut angenommen. Die "unendliche Geschichte" könnte also vielleicht doch noch eine Wendung zum Guten für den Trierer Stadtsäckel nehmen. Aufgrund der ursprünglichen Kosten war die Sanierung des Sportplatzes in Ehrang in der Prioritätenliste der Stadt nach oben gerutscht, was sich nun in der Bewilligung der Förderung niederschlägt.