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Lachmuskel-Trainer mit Sprachfehler

Lachmuskel-Trainer mit Sprachfehler

Blumenhemd, Sprachfehler und ein ganz besonderer Charme: Das ist Paul Panzer. Am Montag präsentierte er vor rund 350 Zuschauern in Halle 300 in Bitburg sein Programm.

Bitburg. (heb) "Panzer, ich begrüße Sie." Sein markanter Sprachfehler und seine Naivität sind unverwechselbare Erkennungszeichen von Paul Panzer. Mit seinen Ansichten über die Beziehung zu seiner Frau Hilde, über Schauspieler, Models oder Diäten bringt er sein Publikum immer wieder zum Lachen. Mit seinem Programm "Heimatabend-Deluxe" unterhielt Panzer am Montag rund 350 begeisterte Zuschauer in der Halle 300 in Bitburg. Paul Panzer ist der Charakter, mit dem der 35-jährige Komiker Dieter Tappert aus dem Rheinland berühmt geworden ist. Durch seine Auftritte im Rundfunk gewann er an Aufmerksamkeit. 2006 wurde er als "Bester Newcomer" mit dem Deutschen Comedy-Preis ausgezeichnet. In diesem Jahr ist er erneut nominiert. Diesmal in der Rubrik "Beste Comedy Show" für seine Fernseh-Sendung "Panzers 33". Auch sein Auftritt in Bitburg war preisverdächtig. Gekonnt reizte der schräge Panzer das Zwerchfell seiner Gäste. Zwischen staubigen Requisiten, einer alten Couch und einem altmodischen Telefon mit Wählscheibe und verstaubten Telefonbuch bot er dem Publikum eine rund zweistündige Schau. Brad Pitt wurde von ihm kurzerhand zu Brat-Pitt, dem Heini von der amerikanischen Imbissbude erklärt, Zähneputzen hat bei ihm 50-Weight-Watchers-Punkte und Kate Moss würde er mit einer Kerze röntgen. Sein Motto zu Models lautet: hohe Absätze - kurze Hauptsätze. In Flugzeugen fühlt er sich mit einer vollen Blase unwohl, weil nur 100 Milliliter Flüssigkeit an Bord erlaubt sind. Neben witzigen Anekdoten und Geschichten kamen besonders seine berühmten Scherz-Anrufe gut bei dem Publikum an. So auch ein Gespräch mit einem seiner beliebtesten Opfer: Dachdeckermeister Benether. Mit ihm kennt Panzer keine Gnade. "Ich glaube, wir sind gerade unterbrochen worden", sagt er zum Dachdecker, nachdem dieser entnervt aufgelegt hatte. Auch das Publikum wurde von Panzer eingespannt. Er erzählte dem zwölfjährigen Pascal von seiner Kindheit und hatte immer eine schlagfertige Antwort auf Zwischen-Rufe der Zuschauer. Nach der Vorführung lies es Panzer sich nicht nehmen, sich in die Menge zu stürzen. Geduldig gab er Autogramme und lies sich mit seinen Fans fotografieren. Dabei ging ihm noch der eine oder andere Scherz über die Lippen. "Die Aufführung war toll", waren sich die Zuschauer einig.