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Lärm, Gestank und Schimmel in der Kita

Trier-Pfalzel · Die Pfalzeler kämpfen derzeit gegen mehrere hochemotionale Themen an. Ob Kinder in der verschimmelten Kita, der andauernde Gestank oder der allgegenwärtige Lärm: Alle teilen den Wunsch nach schnellen Lösungen. Zu einer dreistündigen Sitzung des Pfalzeler Ortsbeirates waren neben Baudezernent Ludwig über 20 Bürger erschienen.

Die Forderungen des Pfalzeler Ortbeirates hinsichtlich der Firma Eu-Rec sind erhört worden. Das Recyclingunternehmen musste den Betrieb vorübergehend einstellen. TV-Foto: Friedemann Vetter

Trier-Pfalzel. Es war Andreas Ludwigs erste Ortsbeiratssitzung in Pfalzel und er sollte Fragen beantworten, auf die er noch keine Antwort geben konnte. Am Ende der Sitzung versprach er aber, sich schnellstmöglich um die vielen Probleme zu kümmern. So klagten mehrere Bürger, dass die Geschwindigkeitsregeln in Pfalzel nicht eingehalten würden. Dietmar Mattes (SPD) und Jörg Seibert (FWG) machten deshalb auf den Streitpunkt mit der ehemaligen Baudezernentin - die Sanierung der Eltzstraße (der TV berichtete) und die Installation eines Zebrastreifens - aufmerksam. "Ein Zebrastreifen bietet nur eine Scheinsicherheit", entgegnete Ludwig, versprach aber eine Antwort darauf, wann der Ausbau sowie eine Verkehrssicherung beginnen können.
Lärmaktionsplan angenommen


Der Ortsbeirat hat das Radverkehrskonzept 2025 der Stadt Trier mit großer Mehrheit angenommen. In dem Rahmenplan geht es darum, den Ausbau eines gesamtstädtischen Netzes sowie den Anteil der Radfahrer auf 15 Prozent zu erhöhen. Für Pfalzel ist unter anderem vorgesehen, die Vernetzung mit dem Stadtteil Ehrang/Quint und des Mäusheckerwegs mit dem Schulzentrum zu verbessern.
Aufgrund der vielen Lärmarten durch Industrie, Züge und Autobahn begrüßte der Ortsbeirat den Lärmaktionsplan der Stadt und nahm ihn einstimmig an. Sarah Lorenz (FWG) äußerte jedoch Skepsis hinsichtlich der Mittelbereitstellung und Umsetzung von Maßnahmen. Andreas Schleimer (SPD) wunderte sich über die Berechnungsgrundlage und stellte klar, dass dies keine Messungen, sondern lediglich Berechnungen seien. Bei der Lärmkartierung werden nur stark befahrene Straßen mittels einer Methode erfasst und andere Lärmquellen außer Acht gelassen.
Bei einer Begehung des Gebäudes der Kindertagesstätte wurden Schimmelsporen in der Luft festgestellt (der TV berichtete). Nach der Teilschließung wurden die unter dreijährigen Kinder vorübergehend im Pfarrheim untergebracht. Bis zum Ende des Jahres muss die Kita vollständig geräumt werden. Die voll ausgelastete Einrichtung mit Warteliste wird dann in einen Containerpark umziehen, dessen Standort momentan geprüft wird. Aus Sicht des Ortsbeirates und nach Einverständnis mehrerer Vereine käme hierfür der Festplatz in Frage. Für die Zukunft der Tagesstätte wird ermittelt, ob eine Sanierung oder ein Neubau sinnvoller ist.
Nach langen Schriftwechseln zwischen der Ortsvorsteherin Pfeiffer-Erdel und der SGD-Nord wurde Unmut über die Länge des Verfahrens und die Untätigkeit der Behörde gegenüber der Firma Eu-Rec laut. Wolfgang Sevenich (CDU) meinte etwa, er habe kein Verständnis mehr für Unternehmen, die auf Kosten der Bevölkerung Profit machten.
Neben der Verhängung eines Zwangsgeldes am Mittwoch (der TV berichtete), konnte sich der Ortsbeirat am Donnerstag über eine Erfüllung seiner Forderungen freuen. Die Firma Eu-Rec musste am Freitag den Betrieb auf behördliche Anordnung vorübergehend einstellen. sebi