Lärmgutachten für Tufa-Gelände

In der heutigen Sitzung des Dezernatsausschusses IV will die SPD von Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani wissen, wie es um die angedachte Großgarage auf dem Gelände hinter der Tufa steht. Nach Vorstellungen der Stadt könnten in dieser Stellflächen für neue Wohnhäuser ausgewiesen werden.

Trier. (woc) Auf der Fläche hinter der Tufa, an der Ecke Wechsel-/Gervasiusstraße, könnte nach Plänen der Stadtverwaltung ein Quartiersparkhaus gebaut werden. Die Stadt selbst will nicht als Investor auftreten. Vielmehr könnte zum Beispiel ein Bauunternehmen, das in der Nähe Wohnungen errichtet, in einer solchen Garage die bei Neubauten gesetzlich geforderten Stellflächen einrichten. "Ohne weitere Stellflächen in der City können kaum noch neue Wohnungen gebaut werden", hatte Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani im vorigen Jahr dazu erklärt (der TV berichtete). Die Anwohner haben allerdings Angst vor dem Lärm und dem zusätzlichen Verkehr, den ein solches Parkhaus mit sich bringen könnte. Hausbesitzer befürchten zudem, dass der Wert ihrer Immobilien durch die Nähe des Parkhauses sinken könnte. Die Bürgerinitiative Weberbach wehrt sich daher gegen den Parkhausbau.

Nach TV-Informationen hat die Stadt allerdings bereits Anfang des Jahres ein Gutachten in Auftrag gegeben, das die mögliche Lärmemission eines solchen Parkhauses untersuchen soll. Baudezernentin Kaes-Torchiani hatte in diesem Zusammenhang ein sogenanntes technisches Parkhaus vorgeschlagen.

In einem solchen suchen sich Autofahrer ihren Stellplatz nicht selbst. Stattdessen wird das Auto in einer Art Aufzug abgestellt und von dort - ähnlich wie in einem vollautomatischen Hochregal - zu einem freien Parkplatz bugsiert. "Dadurch entfällt der Such-Verkehr und damit die Lärmbelästigung für die umliegenden Anwohner", hatte Kaes-Torchiani ihr Anliegen begründet.

Das Problem: Der Bau eines derart hoch technisierten Parkhauses ist deutlich teurer als eine normale Großgarage.

Die SPD-Fraktion will in der heutigen öffentlichen Bauausschusssitzung von Kaes-Torchiani wissen, ob die Verwaltung tatsächlich ein solches Lärmgutachten in Auftrag gegeben hat und wie viel dieses die Stadt kostet. Außerdem fragt Fraktionsvorsitzender Sven Teuber, welche Rückschlüsse die Verwaltung aus dem Gutachten zieht, wann die Ergebnisse dem Ausschuss vorgestellt werden und wann der Ortsbeirat Trier-Mitte und die Öffentlichkeit darüber informiert werden.

Auf der öffentlichen Tagesordnung des Bauausschusses steht außerdem eine Anfrage des Ampel-Bündnisses zum städtischen Energiebericht und ein Sachstandsbericht über die Ampelschaltung an Zuckerberg- und Stresemannstraße.

Die Sitzung des Bauausschusses beginnt um 17 Uhr im Rathaus, Raum Gangolf.