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Landgericht Trier: Missbrauchsfall: Eifeler legt Geständnis ab ​

Sexuelle Handlungen an 13-Jähriger Stieftochter : Missbrauch in mehr als 140 Fällen vor Gericht: Eifeler legt Geständnis ab

Einem 66-Jährigen aus der Eifel wird vorgeworfen, seine ehemalige Stieftochter in mehr als 140 Fällen missbraucht zu haben. Nun hat der Angeklagte gestanden.

Ein Mann aus der Eifel hat seine damals 13-jährige Stieftochter in 143 Fällen missbraucht. Das hat der Angeklagte jetzt im Prozess am Landgericht Trier gestanden.

Zu dem Geständnis hatte ein sogenanntes Rechtsgespräch geführt. Dieses wurde zwischen Staatsanwaltschaft und dem Anwalt des Angeklagten geführt. Der Deal: Für ein volles volles Geständnis, wurden dem Eifeler zwischen drei und dreieinhalb Jahren Gefängnis zugesichert. Das nahm der 66-Jährige wahr.

Das sind die Missbrauchsvorwürfe gegen den Mann aus der Eifel

Der 66-Jährige hat seine damalige Stieftochter über mehrere Jahre zwischen 1999 und 2002 sexuell missbraucht. In 143 Fällen soll er laut Staatsanwaltschaft sexuelle Handlungen an dem zu Beginn der Taten 13-jährigen Mädchen vorgenommen haben oder sie dazu gezwungen haben, sexuelle Handlungen an ihm zu verüben. Die Anklage lautet: Sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen.

Die Staatsanwaltschaft hatte bereits 2006 Anklage gegen den heute 66-jährigen Eifler erhoben, sagt der leitende Oberstaatsanwalt Peter Fritzen. Weil bei dem Mann eine Verhandlungsunfähigkeit diagnostiziert wurde, lag der Fall 14 Jahre lang auf Eis. Ein neues Gutachten im Jahr 2022 erklärte den Mann schließlich doch noch als verhandlungsfähig, das brachte den Prozess wieder ins Rollen. Zum Prozessauftakt fehlte von dem 66-Jährigen zu Anfang jede Spur. Wie sich herausstellte, befand sich der Angeklagte nach Angaben seines Anwalts seit mehreren Tagen in einer psychiatrischen Einrichtung. Nach mehreren Stunden wurde der Mann schließlich dem Richter vorgeführt.

Das Landgericht hatte ursprünglich sieben Hauptverhandlungstermine bis Mitte März bestimmt. Durch das Geständnis verkürzt sich der Prozess nun erheblich.