Landrat gegen Rückbau der Gefällstrecke

Die Bundesstraße 52, die die Ehranger Brücke mit der Autobahn 64 Richtung Luxemburg verbindet, wird grunderneuert. Landrat Günther Schartz plädiert gegen den Rückbau der Gefällstrecke.

Trier. (red) Zurzeit wird eine der am stärksten befahrenen Straßen in der Region grunderneuert - die Bundesstraße 52, die die Ehranger Brücke mit der Autobahn 64 Richtung Luxemburg verbindet. Wie die Kreisverwaltung Trier-Saarburg mitteilte, sei dabei auch geplant, die bisher überbreite Spur bergab mittels eines Sperrstreifens auf eine normalbreite Spur zu verkleinern.

Landrat Günther Schartz plädiert in einem Schreiben an Wirtschaftsminister Hendrik Hering dafür, diese bereits heute als "autobahnähnliche Strecke" deklarierte Verbindung mittels einer Verbreiterung um 1,50 Meter vierspurig auszubauen. Ein Rückbau der Gefällstrecke führe zu einer weiteren Verengung dieses Nadelöhrs.

Da die dringend erforderliche Nordumfahrung wohl noch zehn bis 20 Jahre auf sich warten lasse und in dieser Zeit vor allem der Schwerlastverkehr weiter zunehmen werde, könne durch jeweils zwei Spuren bergauf und bergab der Verkehrsfluss entzerrt werden, so Schartz.

Der Landrat ist der Meinung, dass die mit geringen Mitteln zu realisierende Vierspurigkeit der Strecke ein wichtiger Zwischenschritt hin zu besseren Verkehrsverbindungen im Moseltal sei. Noch dauerten die Bauarbeiten an, noch bestehe also Gelegenheit, die Pläne zu überdenken, so Schartz in seinem Schreiben an den Wirtschaftsminister.