Landrat: LKW-Maut zwischen Konz und Trier nicht zielführend

Trier/Trier-Saarburg · Die Trierer FDP-Stadtratsfraktion hat vorgeschlagen, den Schwerlastverkehr mittels einer LKW-Maut zwischen Konz und Trier aus der Stadt herauszuhalten. Landrat Günther Schartz reagiert mit Unverständnis auf diesen Plan.

"Dieser Vorschlag würde nur dann Sinn machen, wenn dem Schwerlastverkehr eine Alternativroute zur Verfügung stünde - etwa der Moselaufstieg", sagt Schartz. Diese Alternative fehle jedoch. Zudem würden mit dieser Maßnahme die Unternehmen des Konz-Saarburger Raumes einseitig belastet.
Dieser noch nicht einmal mit der Kreis-FDP abgestimmte Vorschlag zeige erneut, dass die Bedürfnisse und Probleme des Trie rer Umlandes im Trierer Stadtrat kaum eine Rolle spielten. Dass sich der Schwerlastverkehr ohne Alternative andere Wege durch die Dörfer des Trierer Umlandes suchen würde, scheine man in der Stadt zu ignorieren. Zugleich lasse man es an Kooperationswillen bei der Suche nach einer dauerhaften und tragfähigen Alternative, wie sie der Moselaufstieg sein würde, vermissen.
Schartz hatte sich bereits vor einem Jahr zur Frage einer möglichen Ausweitung der LKW-Maut auf einzelne Bundesstraßen an das rheinland-pfälzische Verkehrsministerium gewandt. Viel zielführender sei es, die Ortsdurchfahrten Igel (B 49) und Wasserbilligerbrück mit einem Durchgangsverbot für LKW ab 7,5 Tonnen zu belegen. Anlieger könne man hiervon ausnehmen. Dies würde zu einer signifikanten Verkehrsentlastung führen, da diese Strecke auch von LKW für Tanktourismus genutzt werde. Dem Schwerlastverkehr des Trierer Gewerbegebietes Zewen stehe mit der Anschlussstelle Schweich eine Autobahnanbindung zur Verfügung. Hingegen sei eine Maut oder ein LKW-Verbot an der B 51 aufgrund der fehlenden Alternativroute sowie aufgrund des nicht so starken Schwerlastverkehrs keine Lösung. red