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Langsur plant Sportplatzgebäude und Bauhof

Langsur plant Sportplatzgebäude und Bauhof

Für rund 250 000 Euro soll am Langsurer Sportplatz ein neues Umkleidegebäude entstehen. Derzeit prüft die Kreisverwaltung, ob die Gemeinde ihren zu erwartenden Eigenanteil von rund 120 000 Euro in Form eines Kredits schultern kann.

Langsur. Das Umkleidegebäude am Langsurer Sportplatz ist in die Jahre gekommen, aber nicht nur das: Umkleideraum und Dusche für den Schiedsrichter fehlen auch, weshalb der Sportverein (SV) bereits eine Strafe zahlen musste. Der Schiri muss, nachdem er das Spiel auf dem Platz an der B 418 gepfiffen hat, in die Turnhalle im Ort ausweichen, um sich frisch zu machen.
Wenn der SV Langsur im Jahr 2013 sein 100-jähriges Bestehen feiert, sollte eine neue Umkleide fertig sein. Das hoffte die Gemeinde noch im Jahr 2008 bei der Beantragung des Projekts für das Sportplatzförderprogramm 2009.
Doch dieses Ziel liegt jetzt in weiter Ferne. Wie Ortsbürgermeister Rüdiger Artz mitteilt, wurde das Projekt zunächst in der Prioritätenliste der VG Trier-Land auf Platz zwei eingestuft - hinter dem dringend sanierungsbedürftigen Kylltalbad in Kordel. Und dann sei Langsur, das im Sommer 2011 noch kreisweit auf Platz eins platziert war, zu Beginn diesen Jahres auf Beschluss des Kreisausschusses auf Platz 3 der Prioritätenliste gefallen. Wieder war ein Freibad wichtiger, diesmal das in Schweich. Kürzlich teilte die Kommunalaufsicht des Kreises der Gemeinde mit, das Projekt werde voraussichtlich erst in drei bis vier Jahren bei der Sportstättenförderung berücksichtigt. Die Behörde prüft derzeit, ob die Fördervoraussetzungen stimmen. Sprich: ob Langsur den zu erwartenden Eigenanteil von 120 000 Euro über Kredite finanzieren darf. Der Grund: Langsurs Haushalt ist defizitär. Das Projekt soll rund 250 000 Euro kosten, wobei die größte Fördersumme vom Land erwartet wird.
Geplant ist, das bestehende Sportplatzgebäude zu entkernen und dort Gastraum, Küche und Schiri-Zone unterzubringen. Zwischen Parkplätzen und altem Trakt soll auf rund 60 Quadratmetern ein Neubau mit Umkleiden und Duschen für Heim- und Gast-Mannschaften entstehen. Bei den derzeit günstigen Zinsen für Kommunaldarlehen könne sich für die Gemeinde auch eine Vorfinanzierung rechnen, sagt Ortsbürgermeister Artz. Der SV habe sich bereiterklärt, jährlich 500 Euro beizusteuern, außerdem wolle der Verein beim Bau Eigenleistungen im Wert von rund 45 000 Euro aufbringen. Die erste Mannschaft des SV Langsur spielt in der B-Klasse; insgesamt zehn Jugendmannschaften nehmen am Spielbetrieb teil.
Neben dem Sportplatzgebäude plant die Gemeinde auch, den maroden Bauhof bei der Kläranlage durch einen Neubau zu ersetzen. Geplante Kosten laut Artz: 70 000 bis 80 000 Euro. Auch hier gilt wie schon beim Umkleidegebäude: Es muss abgewartet werden, wie die Kommunalaufsicht entscheidet. alf