Lasst es krachen – aber richtig!

Viez-Jupp : Lasst es krachen – aber richtig!

Seit Freitag hab ich Palaver mit meiner Bärbel. Sie ist nämlich ein großer Feuerwerk-Fan, und ich kann mit dem Geballer nichts anfangen. In Trier und der Region wird ja neuerdings munter diskutiert, wo noch Raketen und Batterien gezündet werden dürfen oder sollen.

Ich fand es schon immer furchtbar, wie es an Silvester auf unserem Hauptmarkt zugeht. Wild umherfliegende Geschosse, furchtbarer Krach und Menschenmassen, die wild durcheinander laufen. Wie auf dem Schlachtfeld. Da denke ich mir: Rette sich, wer kann!

Okay, von der Mariensäule oder von der Knutschkurve auf dem Petrisberg aus ist das Silvester-Feuerwerk über der Stadt schön anzusehen. Aber ich frage mich schon, warum jedes Mal so viel Geld einfach in die Luft gejagt wird.

Deshalb find’ ich gut, dass die Olewiger Winzer beim nächsten Weinfest auf die Böller verzichten. War eh immer ein Riesenaufwand wegen Brandschutz, Straßensperrung und so weiter. Die sollen sich lieber darauf konzentrieren, ein schönes Fest mit gutem Musikprogramm, genügend Nachschub an den Ständen und ausreichend Toiletten auf die Beine zu stellen. Die Feuerwerk-Kosten können sie sich gerne sparen. Sonst heißt es irgendwann wie beim Heimatfest Zurlauben: Wir sind pleite und können das Fest nicht mehr ausrichten. Schlimm genug, dass es so weit gekommen ist.

Mir reicht es völlig, wenn die Bands es auf den Bühnen krachen lassen und nicht mittendrin aufhören müssen, weil gerade das Feuerwerk abgeschossen wird.

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