Laut rieselt der Regen
Hunderte genossen am Abend das wunderschöne Ambiente des 13. Feller Adventsmarkts hinter der Alten Schule. Am Folgetag blieb der Besucheransturm allerdings wetterbedingt aus.
Fell. Der Feller Adventsmarkt ist längst kein Geheimtipp mehr. Zum 13. Mal hatten der Veranstalter, die Ortsgemeinde Fell und die Organisatoren, die "Freie Bürgerliste Fell" (FBL), zum besonderen vorweihnachtlichen Ereignis eingeladen. Groß und Klein ließen es sich zwischen 22 liebevoll dekorierten Holzhütten gut gehen: Selbst gemachte Waffeln, wärmender Glühwein, Lichterglanz und allerhand weihnachtliche Geschenkartikel lockten die Menschen nach Fell. Die Bläsergruppe der Bergmannskapelle begleitete den besinnlichen Bummel mit weihnachtlichen Liedern. Und das Geschäft lief gut: Ob dekorative Sterne und hübsche Adventskränze, würziger Käse, den die Franzosen aus der Partnergemeinde Champs sur Yonne anboten, oder selbst Gebackenes - die Produkte waren heiß begehrt. "Das Geschäft läuft gut", sagte Standbetreiberin Petra Amhoff. Auch Ina Kronz war sehr zufrieden mit dem Weinverkauf. Gegen eine Spende für einen guten Zweck schenkten Mitglieder des Lions Club Trier-Basilika an zwei Tagen eine deftige Gulaschsuppe aus. Eine Krippe schöner als die andere
"Das ist der schönste Adventsmarkt weit und breit", murmelten zwei Besucher, während sie Reibekuchen kosteten und die Ausstellung der Feller Künstler (Erich Grün, Claudia Kromus-Weber, Christine Britz, Christel Schmitt, Rita Schneiders, Rita Müller, Harry Iman, Reiner Krämer, Michelle Spanier, Lena und Amelie Brauch) anvisierten. Viel Lob heimsten auch die Krippenbauer in dem schmucken Gewölbekeller des Winzerkellers ein. "Eine schöner als die andere", lobte etwa Anni Degen aus Thomm die liebevoll gebauten Exponate - orientalisch, heimatlich, originalgetreu, fantasievoll. Auf die Kleinen wartete neben dem Budenzauber auch ein Kasperletheaterstück im Silvanussaal, und der Nikolaus schaute vorbei. Petrus hatte es mit dem "kleinen Feller Markt", wie mehrmals zu hören war, nur teilweise gut gemeint. Das stürmische Wetter bremste den mittlerweile gewohnten Besucherandrang aus. Doch von großem Ärger über den Dauerregen und unberechenbaren Wind war keine Spur. "Wir müssen es so hinnehmen", sagte FBL-Vorsitzender Michael Rohles gelassen und verbuchte die Veranstaltung unter "durchweg gelungen".