Lebensgefährdende Haushunde?

Lebensgefährdende Haushunde?

Zum Artikel "Viel mehr Hunde als Personal" (TV, vom 26. Juni):

Danke für Ihren großartigen, oberflächlichen Beitrag so kurz vor Ferien und Urlaubsbeginn. Der Zeit, in der eh schon zu viele Hunde ausgesetzt werden. Da wird einfach mal so dieser Ortsvorsteher Gilles zitiert, dass Fohlen und Rinder nach dem Fressen von durch Hundekot verseuchtem Gras verendet sind. Allein diese Aussage, durch nichts untermauert - keine Stellungnahme des Veterinäramtes oder eines Tierarztes - einfach nur so. Ohne an die Folgen zu denken - ausgesprochen und abgedruckt in einer viel gelesenen Zeitung! Wie viele Hunde jetzt wieder im Gebüsch oder angebunden an der Straße landen, weil sie ja "lebensgefährdend" sind, interessiert anscheinend weder Herrn Gilles noch den TV. Leider! Immerhin sind Haushunde normalerweise jährlich geimpft und werden regelmäßig entwurmt - schon aus eigenem Interesse - was bei Wildtieren, die ja wohl in großer Mehrzahl über diese Felder, Wiesen und Weiden laufen, bezweifelt werden kann, und diese deshalb entsprechend "gefährlicher" für Fohlen und Rinder macht. Es wundert nur, wieso es so viele Reitbegleithunde auf Reiterhöfen gibt, so auch in Monaise. Gegen "professionelle" Hundesitter kann jeder Grundstückseigner, da ja das KFZ-Kennzeichen bekannt ist, Anzeige erstatten. Für Hundebesitzer, die aggressive Hunde, egal welcher Rasse, auf Wild, Artgenossen oder Menschen hetzen, haben wir "normalen" Hundebesitzer kein Verständnis. Die Strafen könnten hier höher sein, außerdem ist hier der Jagdpächter gefordert. Ich bin auch gegen die Schutzhundausbildung am Mann für jedermann, die auf mehreren Plätzen in und um Trier angeboten und praktiziert wird und etliche aggressive Hunde, manchmal auch Halter, zur Folge haben. Dies sollte ausschließlich Wachfirmen, Polizei und anderen vorbehalten sein. Ich selbst und viele andere Hundehalter wären sehr an einer öffentlichen Stellungnahme des Veterinäramtes oder eines Tierarztes zu diesem Thema interessiert, welche Sie ja auf ihrer "Tierseite" präsentieren könnten. Sonst streichen sie diese Seite besser aus Ihrem Programm, wenn einerseits so unüberlegt Berichte veröffentlicht werden, mit unter Umständen schwer wiegenden Folgen für Tiere, andererseits werden rührende Tiergeschichten wiedergegeben. Ansonsten schließe ich mich dem Leserbrief von Frau Tigges vom 17./18. Juni an, die da schrieb: "Oder möchten Sie, dass Hundefreunde und Hundegegner sich im TV verbal zerfleischen?" Liane Ackermann, Trier-Zewen

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