Lehrer im Stress

TRIER. (red) Das Fach Psychobiologie an der Universität Trier erforscht die Auswirkungen von Stress bei Lehrern.

Sowohl die zeitliche als auch die physische und vor allem psychische Belastung von Lehrern ist überdurchschnittlich hoch. Dies nährt zwar eine andauernde Diskussion über die schulischen und gesellschaftlichen Probleme des Lehrerstandes, für die gestressten Lehrer selbst hat dies jedoch wenig Relevanz. Die Abteilung für Psychobiologie der Universität Trier erforscht jetzt die biologischen Veränderungen bei einzelnen Lehrern, die bei der Entstehung von psychosomatischen Beschwerden eine wesentliche Rolle spielen. Dafür werden derzeit sowohl Lehrerinnen und Lehrer in der Region Trier gesucht, die sich chronisch belastet fühlen, als auch solche, die ihr Berufsleben nicht als übermäßig stressreich empfinden. Lange bevor jedoch die Grenzen der Belastbarkeit bei einer Person überschritten sind, kann sich die Arbeitsbelastung durch den Schulalltag in vielfältiger Weise im Körper niederschlagen. Solche schleichenden biologischen Veränderungen bleiben oftmals unbemerkt, bis erste körperliche oder psychische Überlastungszeichen wie zum Beispiel Schlaflosigkeit, ständige Gereiztheit, Magen-Darm-Probleme, Kopfschmerzen und Infektanfälligkeit oder sogar Herzrhythmusstörungen als psychosomatische Beschwerden auftreten. Gipfelt das Beschwerdebild schließlich in anhaltender Beeinträchtigung des Gesundheitszustandes und deutlich verminderter Leistungsfähigkeit, dann spricht man vom so genannten Burnout Syndrom oder einer vitalen Erschöpfung. Bei dem aktuellen Forschungsprojekt können bis zu 200 an sich gesunde Lehrerinnen und Lehrer kostenfrei an einer umfangreichen psychobiologischen Stressanalyse teilnehmen (Stress-Check). Lehrerinnen und Lehrer, die sich für diese Studie interessieren und daran teilnehmen würden, melden sich an der Abteilung für Psychobiologie bei der Projektleiterin Dr. Kudielka, unter Telefon 0651/201-2981 oder per email kudielka@uni-trier.de