Leiendecker mit Fortissimo

Ein Konzerterlebnis der ungewöhnlichen Art kündigt sich für Sonntag, 16. Juni, an. Das Trier-Saarburger Kreisorchester Fortissimo und die Leiendecker-Bloas haben gemeinsam ein Programm zusammengestellt, das über musikalische Grenzen geht.

Singen und spielen Mundarthits mit Orchesterbegleitung: die Leiendecker-Bloas (von links: Karl Schulz, Peter May, Helmut Leiendecker, Thomas Zehren und Äbbi Simons). TV-Foto: Archiv/Roland Morgen.

Trier. Angestoßen wurde die Kooperation von dem Orchester, dem viele junge Musiker angehören. Die Idee: ein Kinderkonzert, in dessen Rahmen die verschiedenen Instrumente eines sinfonischen Blasorchesters dem Publikum vorgestellt werden. Natürlich mit dem Ziel, Nachwuchs für die Musik zu werben.
Das passende Stück war schnell gefunden: "Bandland" von Derek Bourgeois, ein augenzwinkerndes Märchen aus dem Land der Instrumente, in dem sich Blechbläser und Holzbläser bekriegen. Trotz des Einsatzes der Schlagzeug-Polizei wird die Trompete, die sich in eine Klarinette verliebt hat, verletzt - kann aber geheilt werden.
Ein Musikstück, so ähnlich aufgebaut wie Peter und der Wolf. Da braucht man natürlich einen Erzähler für die Zwischentexte. Dieser fand sich wiederum mit Helmut Leiendecker. Und der brachte seinerseits seine Freunde von der "Bloas" mit, und schon war die Idee für die zweite Hälfte geboren: Da gibt es nämlich Original-Hits der Leiendecker-Bloas, zum Mitsingen, -klatschen und -tanzen. Aber eben im neuen Gewand, mit der kräftigen Unterstützung der Holz- und Blechbläser von Fortissimo.
Im Bloas-Probenkeller, so erzählt Helmut Leiendecker, habe Fortissimo-Dirigent Rainer Serwe das Material gesichtet und eine Auswahl getroffen - darunter viele alte Bloas-Klassiker, die schon lange nicht mehr auf dem Programm gestanden haben. "Wei müssen mir unser eijen Lieder widder üben", vermerkt der Mundart-Sänger. Für ihn und seine Band wird das Konzert "ein Experiment, auf das wir uns sehr freuen".
Damit auch die Nachwuchs-Werbung zu ihrem Recht kommt, gibt es in der Pause eine Präsentation von Instrumenten, die auch ausprobiert werden dürfen. Musikvereine der Region stehen an Infoständen bereit, um über wohnortnahe Ausbildungs- und Mitspiel-Möglichkeiten zu informieren.
Das Orga-Team des Kreisorchesters hat alle Register gezogen, 71 Schulen kontaktiert, Plakate entworfen, sogar Unterrichtsmaterial zu "Bandland" vermittelt - für Lehrer, die das Konzert in der Musikstunde vorbereiten wollten.
Jetzt muss nur noch der Auftritt klappen - vor einer möglichst prall gefüllten Europahalle. Konzertbeginn ist am Sonntag, 16. Juni, um 16 Uhr. Karten gibt es in allen Trierer McDonalds-Filialen, unter orga@kreisorchester.de sowie bei allen Musikern.