"Leinen los und halbe Kraft voraus"

Bei bestem Wetter hat der Yacht- und Wassersportclub Schweich zu seinem Hafenfest eingeladen. Tausende Besucher fanden den Weg an die Mosel.

 Meer oder Schweicher Hafen? Das Foto entstand in Schweich nach dem Bootskorso. TV-Foto: Dietmar Scherf

Meer oder Schweicher Hafen? Das Foto entstand in Schweich nach dem Bootskorso. TV-Foto: Dietmar Scherf

Schweich. (dis) Auf die Balearen muss man nicht unbedingt fliegen, um das Gefühl von Mittelmeer und Urlaub zu bekommen. Das mediterrane Flair lässt sich seit diesem Jahr zum 23. Mal auch in Schweich erleben. Rund 200 Boote, vom kleinen Flitzer über die stattlichen Kajütboote bis hin zur ersten Jacht von Axel Springer aus dem Jahre 1965, haben hier ihre Leinen festgemacht. Viele zählen sich zu den "Wiederholungstätern". So auch Herbert Hünsgen aus Idar-Oberstein. Er ist seit 1995 ständiger Gast im Hafen und kann von allen Festen an der Mosel berichten. "Es ist immer ein tolles Erlebnis, beim Bootskorso mitfahren zu können", sagt er.

Anke Krämer-Gorges vom ausrichtenden Verein erzählt vom beleuchteten Bootskorso, der aus dem Jachthafen ausläuft: "Ihn gibt es seit einigen Jahren. Die rund 20 Schiffe und Boote fahren mit geladenen Gästen auf der Mosel bis Issel, zurück zur Schweicher Brücke und dann stimmungsvoll wieder in den Hafen." In diesem Jahr ist neben den Weinköniginnen vieler Moselorte auch der künftige Stadtbürgermeister, Otmar Rößler, mit an Bord.

"Das internationale Hafenfest in Schweich ist eine feste Institution, die gar nicht mehr aus dem Schweicher Leben wegzudenken ist." Er sieht es als eine große Bereicherung und spricht dem Club sein Kompliment aus.

20.30 Uhr im Hafen: "Leinen los und halbe Kraft voraus" heißt es unter den Skippern. Auch Herbert Hünsgen wirft die Maschinen an, macht die Leinen los und läuft aus dem Hafen aus. Am Ufer stehen ungezählte Besucher, die den frohgestimmten Leuten auf den Booten zuwinken. In ruhiger Fahrt geht es auf der Mosel bis nach Issel.

Musik und Gesang klingen von den einzelnen Schiffen und Booten rüber, Signalhörner dröhnen durch den beginnenden Abend und ein leichter Geruch von Benzin liegt in der Luft. Die Skipper wenden ihre Schiffe. Der Blick in das Abendrot, das sich auf dem Wasser spiegelt, ist faszinierend. Der beleuchtete Fährturm gleitet vorbei und Tausende Lichter sind von den Booten aus zu sehen. Vorsitzender Gisberth Guth hilft beim Vertäuen der Boote und freut sich auf die kommenden Tage.

Am Samstag konnten sich die Gäste nach der Musik von "Take Five" auf ein großes Feuerwerk freuen. Am Sonntagvormittag spielte der Musikverein Aach zum Frühschoppen auf. Am Nachmittag war das Programm vollständig auf die Familien abgestimmt. Eine harmonische Veranstaltung fanden viele Besucher, bei der auch Petrus seine Finger mit im Spiel hatte und ein eigens angeheuertes Security-Personal ein Gefühl von Sicherheit vermittelte.