Leiter der katholischen Büchereien befürchten drastische Einschnitte

Leiter der katholischen Büchereien befürchten drastische Einschnitte

Die katholischen Büchereien im Bistum Trier stehen vor großen Herausforderungen. Bei einem Treffen der Leitungsteams der Büchereien aus den Dekanaten Hermeskeil-Waldrach, Konz-Saarburg, Schweich-Welschbillig und Trier haben die Teilnehmer über ihre Zukunft diskutiert.

Trier. Groß ist die Sorge der Leitungsteams um die Zukunft ihrer Büchereien. Probleme machten vor allem die räumliche Enge und die fehlenden Finanzmittel für die Anschaffung neuer Medien, sagen sie. Zusätzlich befürchten die Bücherei-Leitungen, dass der am 1. September im Bistum Trier in Kraft gesetzte Strukturplan 2020 weitere Einschnitte und negative Veränderungen in der Büchereienlandschaft mit sich bringen wird.
Weniger Sonntagsgottesdienste in den Kirchen und unregelmäßige Gottesdienstzeiten würden wohl zur Folge haben, dass die traditionelle Sonntagsausleihe weniger Zuspruch finden werde, sagten die Verantwortlichen. Zugleich machten sie deutlich, dass es ihnen nicht an Lesern fehlt. Insbesondere durch die Zusammenarbeit mit Kindergärten und Grundschulen werde die große Zielgruppe der Erstleser und jungen Familien gut erreicht. Auf die veränderten Rahmenbedingungen wollen die Verantwortlichen mit neuen Öffnungszeiten und kreativen Angeboten reagieren und so versuchen, weiterhin ihre Leser zu erreichen.
"Wir befinden uns in einer Umbruchsituation, bei der Vernetzung, Austausch und Zusammenarbeit für das Überleben der Katholischen Büchereien von entscheidender Bedeutung sind. Alle Veränderungen bergen auch neue Chancen", sagte Dorothee Steuer, Leiterin der Fachstelle für Büchereien im Bistum Trier, die zu dem Treffen eingeladen hatte.
Sie ermutigte die Leitungsteams, ihre Bedürfnisse, Erfahrungen und Ideen bei der Entwicklung neuer Konzepte einzubringen. red