Lesende Schule im Mekka der Bücher

Lesende Schule im Mekka der Bücher

Ganz in ihrem Element fühlten sich die Schüler der lesenden Schule vom Trierer Friedrich-Spee-Gymnasium (FSG) auf der Frankfurter Buchmesse. Auf der weltweit größten und bedeutendsten Buchmesse präsentierten 7400 Verlage aus 108 Ländern rund 400 000 Bücher und andere Medien.

Trier/Frankfurt. (red) "Für uns ist der Besuch der Buchmesse immer wieder ein Festtag. In diesem Jahr waren die Türkeiausstellung, die Preisverleihung zum Deutschen Jugendliteraturpreis, das Lesezelt und die Schreibwerkstatt des Deutschland Radios die Höhepunkte", sagt Lehrer Malte Blümke, der mit Gisbrecht Isselstein die Frankfurt-Fahrt organisiert hatte. Als Ehrengast der 60. Frankfurter Buchmesse präsentierte sich die Türkei faszinierend und farbig. Erstaunlich offen und offensiv hatten Außenminister Frank-Walter Steinmeier, der türkische Staatspräsident Abdullah Gül und Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk bei der Eröffnung der Buchmesse über die Kultur in der Türkei und die deutsch-türkischen Kulturbeziehungen gesprochen. Für die Schüler des FSG bot die Buchmesse die Gelegenheit, die Informationen und Eindrücke über die türkische Literatur, die sie in der Ausstellung "Die Türkische Bibliothek" am FSG erhalten haben, zu vertiefen.

Auf Einladung des Deutschlandfunks konnten Mitglieder des Leseclubs und der Bibliotheks-AG an einer Schreibwerkstatt des Lyrikers Norbert Hummelt teilnehmen. Zuerst wurden berühmte Herbstgedichte wie Rilkes "Herbsttag" besprochen, um dann eigene Herbstgedichte zu verfassen, mit ganz beachtlichen Ergebnissen. Die vermochten auch die Profis Norbert Hummelt und Deutschland Radio Redakteur Christian Sülz zu begeisterten.

Das Buchmesseprogramm ließ den Schülern genügend Zeit, die Messe auf eigene Faust zu erkunden: die Angebote im Lesezelt, die von Poetry-Slam bis Günter Grass reichten, das Forum Kinder- und Jugendbuch oder das Comic-Zentrum mit den neuesten Comic-Trends.

Außerdem konnten die Schüler die Preisverleihung des Deutschen Jugendliteraturpreises miterleben. Die Mitglieder der Jugendjury des FSG interessierte besonders der Preis der Jugendjury, der an die französische Autorin Marie-Aude Murail für ihr Buch "Simpel" ging. In dem Buch wird sehr eindringlich in einem quirlig-spritzigen Schreibstil der Umgang mit behinderten Menschen dargestellt.